Skip to content

Impfschutz in Deutschland

Impfschutz, Injektion

Impfschutz in Deutschland

Ein Thema, das seit langer Zeit immer wieder diskutiert wird – Impfschutz Ja oder Nein? Wie sind denn nun die Regelungen bzgl. des Impfschutzes in Deutschland? Derzeit gibt es in der Bundesrepublik lediglich eine Impfempfehlung. Das bedeutet, du hast die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob du dich impfen lässt oder nicht. Gleiches gilt für Eltern von Kindern unter 18 Jahren, die auch frei entscheiden können, ob ihre Kinder einen Impfschutz erhalten sollen oder nicht. In anderen, internationalen Ländern sieht das schon anders aus. Der Impfschutz in Deutschland ist noch den Eltern und Kindern selbst überlassen.

Präventionsgesetz beim Impfschutz

Wie zuvor erwähnt herrscht in Deutschland noch keine Impfpflicht. Allerdings hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit dem Präventionsgesetz, welches am 25. Juli 2015 in Kraft trat, ein klares Zeichen gesetzt. Ziel des Gesetzes ist die Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention.

Die parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach äußert sich dazu wie folgt:

„Mit dem Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld – in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim. Außerdem werden die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt, und der Impfschutz wird verbessert. Ziel ist, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen.“

Ferner erhofft sich das Bundesministerium für Gesundheit die Impflücken in allen Altersstufen zu schließen. Deshalb soll das Präventionsgesetz, durch eine Reihe gesetzlicher Maßnahmen, die Impfprävention fördern.

 

  • Impfschutz soll bei allen Routine-Gesundheitsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und den Jugendarbeitsschutzuntersuchungen überprüft werden.
  • Auch Betriebsärzte sollen künftig allgemeine Schutzimpfungen vornehmen können.
  • Bei der Aufnahme eines Kindes in die Kita muss ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. Beim Auftreten von Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Schule, Hort) können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder vorübergehend ausschließen.
  • Medizinische Einrichtungen dürfen die Einstellung von Beschäftigten vom Bestehen eines erforderlichen Impf- und Immunschutzes abhängig machen
  • Krankenkassen bieten Bonus-Leistungen bei gewissen Impfungen an

Allgemeine Informationen zum Thema Schutzimpfung:

  • Eine der wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin
  • Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen sind eher selten
  • Ziel der Impfung: Schutz vor ansteckenden Krankheit
  • Individualschutz und nicht geimpfte Menschen werden auch geschützt
  • Die Verbreitung einer Infektionskrankheit stoppen oder verringern

Wie ist der Impfschutz in Deutschland geregelt?

    • keine gesetzliche Impfpflicht
    • Bundesministerium für Gesundheit hat mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein unabhängiges Expertengremium für Impfempfehlungen berufen
    • STIKO empfiehlt, welche Impfungen von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des Einzelnen und der Allgemeinheit sind > Krankheitsprävention
    • In der gesetzlichen Krankenversicherung haben Versicherte kostenfreien Anspruch auf empfohlene Schutzimpfungen.

Anzeige


Impfschutz im Kindes- und Jugendalter

  • Die Impfquoten im Kindesalter haben sich in den letzten zehn Jahren kontinuierlich erhöht.
  • Defizite beim Impfschutz von Kindern gegen Pertussis (Keuchhusten), Hepatitis B und den zweiten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln
  • unzureichenden Impfschutz bei Jugendlichen u. Erwachsenen
  • Quoten bei der Masernimpfung noch unter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

 

Impfschutz in Deutschland – empfohlene Impfungen

Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Schutzimpfung gegen:

  • Rota-Viren
  • Hepatitis B
  • Diphtherie
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung)
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Masern
  • Mumps (Ziegenpeter)
  • Röteln
  • Varizellen (Windpocken)
  • Pneumokokken (Bakterien, die Gehirnhaut- und Lungenentzündungen auslösen können)
  • Meningokokken (Bakterien, die Gehirnhautentzündungen auslösen können)

Außerdem gibt es für Mädchen zwischen 9 und 17 Jahren Schutzimpfungen gegen humane Papillomviren (HPV, Auslöser von Gebärmutterhalskrebs).

Auffrischimpfungen für Kinder und Jugendliche:

  • 2x Diphterie
  • zweimal Tetanus
  • 2x Pertussis (Keuchhusten)
  • einmal Poliomyelitis (Kinderlähmung)

 

Standard- bzw. Auffrischimpfungen für Erwachsene:

  • Auffrischung gegen Diphterie und Tetanus (alle zehn Jahre empfohlen, die nächste fällige Impfung als Kombinationsimpfung mit Pertussis)
  • Masern (ungeimpfte bzw. nur einmal geimpfte, nach 1970 geborene Personen)

 

Ab dem 60 Lebensjahr:

 

Weitere Impfungen für ungeimpfte Erwachsene in Absprache mit der/dem behandelnden Ärztin/ Arzt.

 

Indikationsimpfungen:

Bei den Indikationsimpfungen handelt es sich um Impfungen bei Einzelpersonen, die ein erhöhtes Risiko der Ansteckungs- oder Erkrankungsgefahr aufweisen. Indikationsimpfungen sind bis jetzt keine Kassenleistungen, wenn aus beruflichen Gründen eine erhöhte Infektionsgefahr besteht.

Mögliche Indikationsimpfungen:

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Infektion mit Haemophilus influenzae Typ b
  • Hepatitis A und B
  • Influenza (Grippe)
  • Masern
  • Meningokokken-Infektion
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Pneumokokken-Infektion
  • Poliomyelits (Kinderlähmung)
  • Röteln
  • Varizellen (Windpocken)

 

Schwanger, Frauen, hebammenstudium

Das Hebammenstudium soll kommen

Das Gesundheitsministerium um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat verkündet, dass die Ausbildung zur Hebamme und zum Geburtshelfer in kommender Zeit akademisiert werden soll. Ziel ist

Weiterlesen
Influenza, Spritze,

Influenza: Grippeimpfstoff für alle

Die Grippewelle 2017/2018 war eine der verheerendsten in Deutschland seit langem. Nach den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) erkrankten rund 333.567 Menschen und 1.665 Patienten

Weiterlesen