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Robotik in der Pflege – gegen den Pflegenotstand?

Bild: pixabay

Robotik in der Pflege – gegen den Pflegenotstand?

In den Operationssälen Deutschlands sind sie schon längst ein gern gesehener Begleiter, die Rede ist von Robotern. Bei medizinischen Eingriffen ist die Akzeptanz von Robotern schon deutlich gestiegen in den letzten Jahren, denn die Vorteile liegen auf der Hand. Ein Roboter zittert nicht, wenn er an sensiblen Arealen im menschlichen Körper arbeitet. Ein Roboter kann keine Keime übertragen, wenn er fachgerecht desinfiziert und abgedeckt ist. Außerdem können Roboter in der Medizin verschiedene Bilder (Röntgen, MRT, Ultraschall) zu einem Ganzen zusammenfügen und somit für eine deutlich besser Orientierung sorgen. Aber wie sieht es mit der Robotik in der Pflege aus? Dieser aktuellen Frage sind wir von Carewelt nachgegangen um Euch die Zukunft etwas näher zu bringen.

Robotik in der Pflege – Übersicht der Geräte

Die Entwicklung und Forschung in diesem Gebiet geht schnell voran. Vielleicht sogar etwas zu schnell für unsere Gesellschaft. Trotz allem werden wir euch im Folgenden die verschiedenen Modelle und deren Fähigkeiten kurz auflisten:

Der Pflegeroboter Pepper

Pepper ist ein Roboter, der auf die Interaktion mit Menschen spezialisiert ist. Also geht es vornehmlich um die Kommunikation und nicht um die aktive Versorgung von Pflegebedürftigen. Jedoch spielt die Kommunikation und Interaktion zwischen Pflegenden und Pflegeempfänger eine wichtige Rolle. Als Folge des demographischen Wandels und dem damit verbundenen Mehraufwand in der pflegerischen Versorgung kommt die Kommunikation und Beschäftigung von Pflegebedürftigen immer kürzer. Abhilfe könnte dabei ein Pflegeroboter bringen. Ob dieser Roboter dann Pepper wird, bleibt fraglich, da Pepper noch voll und ganz von der händischen Programmierung abhängig ist. Das bedeutet, er kann nur mit vorprogrammierten Antworten kommunizieren oder voreingestellte Fragen stellen und Übungen zeigen.

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Zum Glück macht jedoch gerade die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) riesige Fortschritte. Ein selbst-referenzielles System, welches die Menschen, die es betreut kennen lernt und aus den Reaktionen und Bedürfnissen lernt, könnte somit die Entwicklungen im Pflegeprozess und Therapieprozess nachhaltig verbessern. Zum Beispiel wäre eine spezialisierte Therapie im Rahmen der Logopädie möglich. Dabei könnte der Roboter die Stimme analysieren und mit Hilfe der KI einen Therapieplan erstellen, der auf die jeweiligen Patienten zugeschnitten ist.

 

Der Pflegeroboter Robear

Dieser Ansatz der Robotik in der Pflege stammt aus Japan. Das dürfte wohl niemanden wundern, denn Japan ist Deutschland in Sachen künstlicher Intelligenz, Robotik und Glasfaser viele Jahre voraus. Somit hat auch Japan eine sehr gutes Modell für einen Pflegeroboter entwickelt. Genauer stammt der Robear aus dem Hause Riken. Eine große Gemeinschaft von Forschern und Unternehmen aus der freien Wirtschaft. Der Robear ist besonders geeignet die Transfer eines Patienten vom Bett in den Stuhl zu übernehmen. Dabei handelt er nicht „frei“ , sondern wird über ein Tablet gesteuert.

Menschliche Interaktion mittels Roboter ersetzen?

Eine beängstigende Vorstellung wohl für die meisten unter uns. Jedoch sprechen wir immer häufiger mit Robotern oder Assistenzsystemen. Wer es nicht glauben möchte, hier ein paar Beispiel: Alexa von Amazon, Siri von Apple, der Google-Assistant oder auch der Anruf bei einer Servicehotline, wird häufig zum Teil durch eine künstliche Stimme geführt.

Aber ist eine Kommunikation auch mit schwer kranken oder pflegebedürftigen Menschen möglich? Heutzutage wohl eher nicht, jedoch hat sich ein kleines Kuscheltier, das sprechen kann, auf dem Markt etabliert. Die Rede ist von der Robbe Paro. Sie wird hauptsächlich bei der Betreuung von Menschen mit Demenz angewendet. Dabei geht es jedoch nicht um die Behandlung, sondern eher um eine Art „Betreuung“oder „Beschäftigung“. Sicherlich nicht von der Qualität so hochwertig wie eine Mensch-Mensch-Interaktion, aber in Zeiten des Pflegenotstandes, besser als nichts.

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