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Hilfe, ich kann nicht einschlafen! Tipps und Tricks, die helfen können! Teil 2

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Hilfe, ich kann nicht einschlafen! Tipps und Tricks, die helfen können! Teil 2

Bereits im ersten Teil des Interviews hat Dr. Hans-Günter Weeß der Augsburger Allgemeinen einige Fragen zur Einschlafproblematik beantwortet. Dr. Weeß ist Leiter der schlafmedizinischen Abteilung des Pfalzklinikums Klingenmünster und Dozent an der Uni Koblenz-Landau. Ebenfalls ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.

 

Ist es in Ordnung, auch mal ein Schlafmittel zu nehmen?

Dr. Weeß: Wenn jemand, der nicht zu Süchten neigt, gelegentlich ein gut verträgliches Schlafmittel nimmt, würde ich das nicht dramatisch sehen. Aber Vorsicht, bei regelhafter Einnahme kann es zu Abhängigkeiten kommen. Schlafmittel sind keine kausale Therapie, sie sind im eigentlichen Sinne auch Beruhigungsmittel. Besser lernt man wieder, seine eigene Schlaftablette zu werden und sich selbst zu beruhigen.

 

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Viele Leute nicken ausgerechnet vor dem Fernseher ein…

Dr. Weeß: Ganz Deutschland schläft vor dem Fernseher am besten. Das Erstaunliche ist, dass dort trotz der widrigen Verhältnisse –  es ist ja hell, laut und nicht so bequem wie im Bett – sogar Schalfgestörte wunderbar schlafen können.

 

Warum denn das?

Dr. Weeß: Wenn man den Fernseher anschaltet, schaltet man sich selbst ab – man ist von seinen eigenen Sorgen und Nöten abgelenkt. Meist war man auch lange genug wach, sodass genügend Schlafdruck da ist. Außerdem versucht man nicht, krampfhaft zu schlafen. Das alles sind optimale Voraussetzungen zum Einschlafen. Daher rate ich: Sei dein eigener Fernseher! Mach deine eigenen Geschichten!

 

Was für Geschichten können das sein?

Dr. Weeß: Geschichten, die mit einem guten Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit einhergehen. Sie fördern die für den Schlaf notwendige Entspannung. Ich persönlich denke zum Beispiel an schöne Erlebnisse mit meinem Sohn zurück. Als er klein war, standen wir oft abends zusammen im Keller und haben etwas gebaut. Das waren immer sehr dichte Vater-Sohn-Momente, wo man sich einander nah gefühlt hat. Das bringt mich eigentlich immer auf entspannende und gute Gefühle.

 

Und wenn es mit dem Einschlafen trotzdem nicht klappt: Wann sollte man zum Arzt gehen?

Dr. Weeß: Wir haben die Faustregel: Wenn der Schlaf dreimal pro Woche so stark gestört ist, dass man auch am Tag beeinträchtigt ist und das über einen Zeitraum von vier Wochen, sollte man den Hausarzt konsultieren.

 

Abschließend noch weitere Tipps & Tricks:

 

  • Arbeitstag bewusst abhaken und den Feierabend genießen
  • Nicht zu früh ins Bett: erst hinlegen, wenn man richtig müde ist. So schläft man in der Regel leichter ein und überhaupt besser
  • Kurz vor dem Zubettgehen kein Fernsehschauen
  • Nicht mit vollem Bauch ins Bett gehen
  • Tryphtophanreiche Kost wie dunkle Schokolade, Nüsse oder Milch können helfen
  • Wecker, Uhren oder Handys können stören
  • Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, schläft insgesamt besser
  • Wer nicht schlafen kann, sollte nicht im Bett herumliegen, sondern aufstehen und einer ruhigen Tätigkeit nachgehen (z.B. Lesen, Musik hören, usw.)
  • Wenig Alkohol (verschlechtert die Schlafqualität) und kein Koffein

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