Aufatmen bei den belegärztlichen Geburtshelfern.

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Baby, Fuß
Quelle: Pixabay

Aufgrund der Schließung von immer mehr belegärztlichen Geburtsstationen und der weiter sinkenden Zahlen an ärztliche Geburtshelferinnen und -Helfer, haben sich die kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband darauf geeinigt, rückwirkend ab dem 1. Januar, finanziell zu unterstützen. Damit ist speziell die Deckung der gestiegenen Haftpflichtprämien in der Geburtshilfe gemeint. Der KBV ist es nun gelungen, dass die Krankenkassen sich stärker an den Versicherungskosten beteiligen. Darüber hinaus ist die Empfehlung des Bewertungsausschusses, dass kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen auch regionale Zuschläge vereinbaren, sofern notwendig. Auslöser ist hier die regionale Heterogenität der Haftpflichtversicherungskosten. In der neuen Vereinbarung ist geregelt, dass die Gebührenordnungsposition (GOP) 08411 für belegärztliche Geburten um 899 Punkte (97,30 €) steigt und für ambulante Geburten um 757 Punkte (81,93 €). Im Vergleich zu damals erhalten Ärztinnen und Ärzte über die Abrechnung geburtsmedizinische Leistungen nun fast doppelt so viel für ihre Haftpflichtversicherung als zuvor. Im Durchschnitt sind das pro belegärztlicher Geburt 214,29 € und somit 97,30 € mehr als bisher. Bei durchschnittlich 149 Geburten im Jahr beläuft sich der Zuschuss auf 32.000 €.

Der drastische Anstieg der Haftpflichtversicherungsbeiträge, aufgrund wachsender Schadenssummen, hatte dazu geführt, dass Gynäkologen immer häufiger ihre belegärztliche Tätigkeit als Geburtshelfer einstellen mussten. Da es teilweise in ländlichen Regionen zur Schließung geburtsmedizinischer Stationen kam, forderte auch die Politik eine zeitnahe Lösung. In dem Beschluss haben die KBV und der GKV-Spitzenverband ebenfalls vereinbart, dass das Institut des Bewertungsausschusses die Situation der belegärztlichen Geburtshilfe für die kommenden Jahre 2018-2020 evaluieren soll. So kann überprüft werden, ob weitere Anpassungen vorgenommen werden müssen.

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