Pflege: Wo geht die Reise hin?

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Quelle: Pixabay

Ausländische Pflegekräfte sollen den Fachkräftemangel in Deutschland lindern. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit rund 62.500 ausländische Pflegekräfte in Pflegeheimen und Krankenhäusern angestellt. Das sind 6% des gesamten Pflegepersonals in Deutschland. Der Anteil ausländischer Pflegekräfte in den einzelnen Bundesländern ist dabei sehr unterschiedlich verteilt. In Baden-Württemberg liegt der Anteil ausländischer Pflegekräfte bei 15 Prozent, während es in Schleswig-Holstein nur knapp vier Prozent sind.

„Nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein“

So bezeichnet Nicole Westig, pflegepolitische Sprecherin der FDP, die Zahl der bereits aus dem Ausland angeworbenen Pflegekräfte. Sie fordert einfachere Zugänge zum deutschen Arbeitsmarkt.

„Aus unserer Sicht sind vor allem die Anerkennungsverfahren der Ausbildungsabschlüsse und der Arbeitserlaubnis zu bürokratisch, kompliziert und langwierig“, kritisierte Westig.

Sie fordere außerdem eine bundesweite zentrale Zulassungsstelle für Fachkräfte. Schon letztes Jahr im August haben die privaten Altenpflegeanbietern ein Anwerbeprogramm für ausländisches Pflegepersonal gefordert. Insgesamt hätten 15.000 ausländische Pflegekräfte angeworben werden sollen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ebenfalls angekündigt, verstärkt Pflegekräfte aus Osteuropa anzuwerben. Hier besteht aber auch die Gefahr, dass ausländische Pflegekräfte häufiger mit gefälschten Abschlüssen nach Deutschland kommen. Laut dem Bundesgesundheitsministerium und dem Arbeitsministerium arbeite eine Arbeitsgruppe bereits daran, bürokratische Hürden für ausländische Pflegekräfte abzubauen.

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