Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bald ein und dasselbe?

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Quelle: Pixabay

Laut Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, könnte dies in naher Zukunft Realität werden. Er spricht sich eindeutig für die Zusammenlegung von Pflege– und Krankenversicherung aus. Seiner Meinung nach könne der Pflegebeitrag langfristig nur einen Teil der Finanzierungen abdecken.

„An zusätzlichen Steuermitteln, wie es sie schon für die Krankenversicherung gibt, werde kein Weg vorbei führen“, äußerte Wagner.

Der Präsident des Deutschen Pflegerats fordert bereits jetzt dazu auf, darüber nachzudenken, ob eine Trennung von Kranken- und Pflegeversicherung langfristig Sinn mache. Seinen Gedankengang begründet er damit, dass die meisten pflegebedürftigen Menschen auch krank sind – und immer häufiger auch chronisch krank. So kommt es zwangsläufig zu einer Annäherung von Pflegebedürftigkeit und der medizinisch-pflegerischen Versorgung. Mit einer erneuten Ausweitung des Leistungsspektrums der Pflegeversicherung wäre auch die Finanzierungsfrage dringend zu klären.

„Im Rahmen einer grundlegenden Finanzierungsreform muss auch über die Bürgerversicherung diskutiert werden. Im Kern geht es hier um die Frage, welches Problem schwerer wiegt: die sehr unterschiedliche Systematik zwischen gesetzliche und private Pflegeversicherung oder die Sicherung der Versorgung aller Pflegebedürftigen“, erklärte Wagner.

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