Donnerstag, Mai 23, 2019

Fastenzeit – Verzicht um jeden Preis?

Anzeige

Seit heute wird wieder in vielen deutschen Haushalten gefastet. Mit dem Ende der Faschingszeit/Karnevalszeit beginnt für viele Menschen nun die Fastenzeit. Dabei gestalten viele das Fasten sehr individuell. Doch die wenigstens Fasten noch wegen der christlichen Tradition. Der Großteil macht mit weil es Mode ist, oder weil man sich auf die „Sommerfigur“ vorbereiten möchte. Dabei verzichtet manch einer auf Süßigkeiten oder Fleisch andere wiederum verzichten auf Alkohol oder allgemein eine ungesunde Ernährung.

Ist Fasten gesund?

Im Allgemeinen kann man sagen ja. Denn durch den Verzicht von ungesunden Lebensmitteln oder Getränken tut man seinem Körper natürlich etwas Gutes. Doch spielen Qualität und Quantität wie immer eine wichtige Rolle. Denn egal, ob man seinem Körper zu viel schlechtes antut, oder ihm eigentlich nützliche Nährstoffe entzieht, er wird irgendwie darauf reagieren. Und zwar tut er dies vornehmlich mit Stress. Dieser Stress ist jedoch ungesund. Generell gilt Fasten ja als gesund und wohltuend, jedoch wäre es noch besser sich das ganze Jahr über ausgewogen und gesund zu Ernähren.

Manche verzichten auch in der Fastenzeit bis Ostern (Gründonnerstag) auf eine spezielle Nährstoffgruppe. Wenn zum Beispiel keine Kohlenhydrate zugeführt werden, führt dies jedoch nicht dazu, dass man automatisch die kleinen Fettpolster an den Hüften verliert, sondern der Körper holt sich nötige Energie aus der vorhandenen Muskelmasse. Erst wenn die Muskeln schon gut an Masse verloren haben, greift der Körper auf seine fettigen Notreserven zu.

Fazit

Als Auftakthandlung oder Motivationsschub ist der Aschermittwoch sicherlich gut geeignet, jedoch sollte man am besten die gesunde Ernährung und Lebensstil sich auch über Ostern hinaus bewahren. Denn Fettzellen haben eine Art Gedächtnis, und dann landen die Schokoladeneier ganz schnell wieder auf den Hüften. Also nicht nur Verzichten und seinem Körper Stress verschaffen, sondern dauerhaft auf eine ausgewogene Ernährung achten und jede Woche mindestens 90 Minuten Sport treiben.

Anzeige


Oliver Weymannhttps://carewelt.de/
B.A. Pflegepädagogik Abschluss 2021; Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger