FSME: Neue Risikogebiete in Deutschland

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Quelle: Pixabay

Zunächst sollte kurz geklärt werden, was unter den vier Buchstaben FSME zu verstehen ist. FSME bedeutet Frühsommer–Meningoenzephalitis. Dabei handelt es sich um eine virusbedingte akute Entzündung der Hirnhäute (Meningitis). Von der Entzündung können aber auch das Gehirn (Enzephalitis) und das Rückenmark (Myelitis) betroffen sein. Welche Krankheitszeichen treten bei einer FSME-Erkrankung typischerweise auf? Zunächst zeigen sich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Betroffenen bekommen ein allgemeines Krankheitsgefühl. Kommt es allerdings zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks können sich die Beschwerden verstärken. Zu den eben genannten Symptomen können Übelkeit, Erbrechen sowie Ausfälle des Nervensystems hinzukommen. In ganz schweren Fällen kann es zu Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen kommen. Auch Schluck- und Sprechstörungen sowie Atemlähmungen oder starke Schläfrigkeit können auftreten. Die Behandlung einer FSME-Erkrankung kann nur symptomatisch erfolgen. Es können schmerzstillende und krampflösende Medikamente verabreicht werden. Bei neurologischen Symptomen wie Lähmungen oder Störungen des Bewegungsapparates können Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie hilfreich sein. In Extremfällen erfolgt eine Behandlung auf der Intensivstation. Doch in der Regel heilt FSME folgenlos aus. Letztendlich hängt es immer von der Schwere der Krankheitsverläufe ab.

Um die deutsche Bevölkerung nun frühzeitig über FSME zu informieren, hat das Robert-Koch-Institut (RKI) eine aktualisierte Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland veröffentlicht. Die Karte wurde um fünf neue Risikogebiet erweitert, darunter auch der Landkreis Emsland (Niedersachsen). Die anderen vier neuen Gebiete grenzten bereits an bestehende Risikogebiete an (Ein Kreis in Sachsen und drei Kreise in Bayern). Allerdings sind in den letzten Jahren auch bundesweit Einzelfälle von FSME registriert worden. Kommt es zum Aufenthalt in einem Risikogebiet und zum möglichen Kontakt mit Zecken empfiehlt die ständige Impfkommission am RKI sich schutzimpfen zu lassen.

Deutsche FSME-Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes

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