Ärzte aus kommunalen Kliniken werden streiken

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Der Marburger Bund ruft zu einem Warnstreik der Ärzte aus den kommunalen Kliniken auf. Geplant ist der ganztägige Streik für den 10. April 2019. Die große Hauptveranstaltung wird in Frankfurt am Main stattfinden. Dazu sind noch weitere Parellelveranstaltungen geplant.

Neben den Streikvorbereitungen ist auch eine Urabstimmung in Planung. Das Ergebnis der Abstimmung soll dann Klarheit schaffen, ob es zu einem unbefristeten Vollstreik kommt oder eben nicht.

Die Gründe für den Streik formuliert Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes wie folgt: „Der Unmut über die Haltung der kommunalen Arbeitgeber ist groß. Die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern haben sich ihren eigenständigen Tarifvertrag vor 13 Jahren hart erkämpft und werden diese Errungenschaft nicht wieder preisgeben. Die Vorschläge der VKA wirken wie falsches Spiel. Mit unwürdigen Tricks und fadenscheinigen Formalien bringt die VKA die kommunalen Kliniken in große Schwierigkeiten. Das schadet einem vertrauensvollen Miteinander in den Häusern.“

Der entscheidende Streitpunkt zwischen dem Marburger Bund und dem Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) ist die dauerhafte Absicherung des Ärztetarifvertrages.

Neben den Verhandlungen mit dem VKA hat der Marburger Bund in der Vergangenheit auch Verhandlungen mit anderen Arbeitgebern geführt. So konnte erst vor kurzem eine Einigung mit dem Klinikkonzern „Helios“ erzielt werden.

weitere Streitpunkte zwischen Marburger Bund und VKA:

  • geforderte Gehalterhöhung
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bereitschaftsdienst
  • manipulationsfreie, automatisierte Arbeitszeiterfassung

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Oliver Weymannhttps://carewelt.de/
B.A. Pflegepädagogik Abschluss 2021; Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger

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