WhatsApp in der Klinik trotz DSGVO?

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Viele Menschen nutzen es täglich, stündlich, fast minutiös: WhatsApp. Also kein Wunder, dass auch immer wieder Pflegekräfte, Ärzte und andere Berufsgruppen Informationen über Patienten über dieses Portal in der Vergangenheit ausgetauscht haben. Mit den neuen Datenschutzgesetzen und Verordnungen ist dies jedoch strikt untersagt. Natürlich ist so ein direkter und schneller Informationsfluss möglich, jedoch werden dabei sensible Patientendaten über einen nicht kontrollierbaren externen Server gesendet. Ein Missbrauch der Informationen ist natürlich denkbar und daher nicht wünschenswert. Weder für Fachkräfte noch für Patienten.

Doctorsgate – WhatsApp für medizinische Fachkräfte

Die gerade angesprochenen Probleme und Herausforderungen haben den Medizinstudent Robert Musmann dazu bewegt ein eigenes Unternehmen zu Gründen, welches eine Plattform erstellt hat, die nun eine sichere und gesetzeskonforme Möglichkeit der digitalen Kommunikation ermöglicht. Mit dem neuen, kostenlosen Instant-Messaging-Dienst Doctorsgate tauschen Ärzte, Pflegekräfte und Studierende Patientenfälle sicher über ihr Smartphone aus. Die App bietet verschlüsselte Chats und einen Newsfeed, um Bilder, Videos und Texte mit Fachkollegen zu teilen. Nachrichten werden nach spätestens 30 Tagen automatisch gelöscht. Die Speicherung der Daten erfolgt ausschließlich auf dem eigenen Endgerät und nicht auf ausländischen Servern.

“Wir haben eine sichere Kommunikationsplattform für Mediziner geschaffen“,

betont der Geschäftsführer und Medizinstudent Robert Musmann, der in seinem Umfeld einen großen Bedarf an einer WhatsApp-Alternative ausmacht. Nachdem sich der erste Prototyp von Doctorsgate im Rahmen einer mehrmonatigen Testphase mit über 1000 Usern bewährt hat, steht die App nun einem breiten Fachpublikum im Apple Store und auf Google Play zum Download bereit. Aktuell (Stand 04.09.2019) hat die App im Google-Store eine Bewertung von 5,0 Sternen bei mehr als 1000 Downloads.

Möglichkeiten von Doctorsgate

Doctorsgate bietet medizinischen Fachpersonen die Möglichkeit, das persönliche Netzwerk mithilfe eines sicheren Instant-Messaging-Dienstes zu pflegen und zu erweitern. Über verschlüsselte Einzel- und Gruppenchats können Bilder und andere Medien mit Kollegen ausgetauscht werden. Somit ist neben der sozialen Interaktion mit Kollegen und Kolleginnen auch der fachliche Austausch möglich. Gerade bei den Mitbeurteilungen von chronischen Wunden durch Wundexperten, können die Bilder der Wunden eine reibungsfreie und qualitativ hochwertige Versorgung fördern.

Im Newsfeed lassen sich besonders interessante oder schwierige Patientenfälle mit Fachkollegen anonymisiert teilen. Somit entsteht ein funktions-, fach- und generationsübergreifender Dialog: Die Pflegekraft kommuniziert mit dem Mediziner, der Medizinstudent mit dem erfahrenen Arzt. Neben den umfangreichen Messaging-Funktionen bietet Doctorsgate weitere nützliche Werkzeuge. So kann ein Arzt die Einverständniserklärung des Patienten per Fingerunterschrift auf dem Smartphone einholen. Mit einem Bildbearbeitungswerkzeug lassen sich Patientenfälle anonymisieren.

Ist das Ganze denn auch sicher?

Ein hohes Augenmerk liegt bei der in Deutschland entwickelten App auf dem Datenschutz und auf den strengen Regeln, die für medizinisches Fachpersonal gelten. Alle registrierten User müssen zunächst die Zugehörigkeit zu ihrer Berufsgruppe nachweisen, bevor sie an dem medizinischen Netzwerk teilnehmen. Doctorsgate verhindert zudem, dass Medien in dem persönlichen Fotoarchiv des Smartphones oder in einem cloudbasierten Dienst landen. Alle Daten werden ausschließlich und isoliert auf dem Endgerät gespeichert und nach spätestens 30 Tagen gelöscht. Eine Speicherung auf deutschen oder ausländischen Servern ist somit ausgeschlossen. Ein Team von so genannten Case Moderatoren verhindert, dass nicht anonymisierte Patientenfälle hochgeladen werden.

„Mit Doctorsgate übertreffen wir die branchenüblichen Datenschutzbestimmungen“,

stellt Musmann fest.

Wir von carewelt finden „Doctorsgate“ ist ein interessanter Trend, den wir sicher weiter beobachten werden und die Technik auch selbst ausprobieren wollen. Wir danken Andreas Oertel, dem PR-Berater von excognito für die guten Informationen rund um das Thema und Wünschen Herrn Musmann alles Gute und viel Erfolg für Studium und Unternehmen.

Oliver Weymannhttps://carewelt.de/
B.A. Pflegepädagogik Abschluss 2021; Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger

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