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Online-Pflegekurse im Überblick

online Pflegekurs

Online-Pflegekurse im Überblick

Millionen von Menschen pflegen ihre eigenen Angehörigen im häuslichen Umfeld oder leisten einer pflegenden Kraft unterstützende Hilfe. Die Tendenz ist stark steigend. Dabei ist die Pflege der Angehörigen oft eine enorme Belastung. Nicht nur, weil sie viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt, sondern auch weil sich viele Angehörige ohne das nötige Fachwissen schnell überfordert fühlen. Daher bieten zahlreiche soziale Träger und Organisationen mittlerweile Online-Pflegekurse an. Die kosten hierfür werden von der jeweiligen Pflegekasse übernommen. Wer dieses Angebot im Programm hat, was es beim digitalen Pflegekurs zu lernen gibt und warum eine Teilnahme für Angehörige eine große Hilfe sein kann haben wir in diesem Artikel übersichtlich zusammengefasst.

Die Pflege ist Hochleistung

Menschen, die ihre Liebsten zu Hause selbst pflegen, haben unser allergrößten Respekt verdient. Jeder, der einen zu pflegenden Angehörigen hat, weiß wie kräftezehrend, psychisch belastend und anstrengend diese Aufgabe ist. Gerade zu Beginn der Pflege stellen sich viele Familienmitglieder einige Fragen. Kein Wunder also, dass gerade die erste Phase mit jeder Menge Unsicherheit verbunden ist. Hinzukommt eine mentale Belastung. Der Verfall oder eine gemeine Krankheit wie Demenz belastet uns. Vor allem dann, wenn es sich dabei um unsere Liebsten handelt. Hinzukommt, dass manche Menschen im Alter, insbesondere mit Demenz, ein verletzendes Verhalten zeigen. Natürlich ohne dies bewusst zu wollen. Daher ist der richtige Umgang mit Krankheiten und solchem Verhalten enorm wichtig, um seine eigene Psyche zu schützen. Auch hier setzt der Onlinekurs für angehörige Pflegende an.

Was lernt man im Online Pflegekurs?

Im Pflegekurs geht es darum, den Angehörigen das nötige Fachwissen und die wichtigsten Kenntnisse in den verschiedenen Bereichen der Pflege zu vermitteln. Ziel soll es sein, der pflegebedürftigen Person gut helfen zu können und das, ohne sich selbst zu stark zu belasten. Dabei können die Teilnehmer selbst wählen, mit welchem Themenbereich sie beginnen möchten und sich den Kurs selbst zurechtlegen. Die Inhalte sind natürlich von Pflegeexperten zusammengestellt worden und in ihrer Qualität abgesichert. Oft unterteilt sich das digitale Angebot in die Bereiche „Praktische Pflege“, „Hygiene“, „Selbstpflege“ und „Recht und Finanzen“. Im folgenden Abschnitt stellen wir vor, welche Inhalte dann jeweils behandelt werden.

Praktische Pflege

Der Pflegekurs beschäftigt sich in diesem Abschnitt vor allem mit dem Vermitteln der wichtigsten Handgriffe, die in der Pflege zum Einsatz kommen. Dabei geht es um das fachgerechte Anreichen von Trinken und Essen und den Umgang mit Flüssignahrung, intravenöser Ernährung oder Sonderernährung. Angesprochen wird außerdem die richtige Mobilisierung zur Lagerung und die dazugehörigen Lagerungstechniken sowie Handgriffe zur Körperpflege. Hinzukommt die fachgerechte Gabe von Medikamenten und die entscheidenden Handgriffe beim Aus- und Einkleiden.

Selbstpflege

In diesem Abschnitt geht es vor allem um unterstützende Pflege. Etwa, wie die Pflege richtig organisiert werden kann und wie es möglich ist, bei Bewegungen zu unterstützen. Auch die Unterstützung beim Essen oder Trinken steht auf der Agenda. Zudem ist ein wichtiger Punkt, wie Folgeerkrankungen vorgebeugt bzw. wie sie erkannt werden können.

Hygiene

Die Hygiene spielt bei der fachgerechten Pflege der Angehörigen auch eine wichtige Rolle. Dabei bekommen die Teilnehmer beispielsweise alle wichtigen Informationen rund um die richtige Intimpflege beigebracht. Auch Maßnahmen zur Hygiene im Haushalt ist Bestandteil des digitalen Kurses. Immerhin ist eine hygienische Umgebung bei pflegebedürftigen Menschen sehr wichtig für die Gesundheit. Zudem stellt die aktuelle Corona-Situation viele Angehörige vor viele offene Fragen. Daher haben viele Anbieter gerade zu diesem Thema einen extra Themenblock zusammengestellt.

Recht und Finanzen

Als pflegender Angehöriger oder pflegende Angehörige ist man immer wieder auch mit dem Thema Recht und Finanzen konfrontiert. Es gilt oft, sich mit der Pflegeversicherung auseinanderzusetzen, um die nötigen Leistungen zu beantragen. Daher werden im digitalen Kurs alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Pflegegraden, den Leistungen und den Rechten an die Hand gegeben.

Das sind die Vorteile eines Online Pflegekurses

Ein digitaler Kurs hat im Gegensatz zu einem Kurs in Präsenz einige Vorteile. Zum einen ist ein Online-Kurs in Pandemiezeiten die sicherste Möglichkeit, all das Wissen vermittelt zu bekommen. Immerhin sind Pflegebedürftige oft besonders gefährdet und daher ist es eine sichere Chance, sich keinem Ansteckungsrisiko als direkte Bezugsperson auszusetzen. Zum anderen ist der Kurs im Internet natürlich jederzeit abrufbar und kann bequem von Zuhause aus genutzt werden. So können die Inhalte beispielsweise auch am Abend in Ruhe auf dem Sofa durchgegangen werden. Gleichzeitig legen die bekannten Anbieter großen Wert darauf, dass alle Inhalte leicht verständlich sind. So wird auf komplizierte Fachsprache verzichtet, damit auch Laien alle wichtigen Dinge gut verstehen. Online-Angebote haben darüber hinaus den Vorteil, dass meist Videos eingebunden werden, die die Tipps deutlich anschaulicher machen. Inhalte können außerdem in der Reihenfolge selbst bestimmt werden. Auch ein Unterbrechen und das Wiederholen von Inhalten ist zu jeder Zeit möglich.

Der Online Pflegekurs ist kostenlos

Wichtig zu wissen ist für alle Angehörigen von Pflegebedürftigen, dass der Kurs kostenfrei ist. Der Gesetzgeber hat im Sozialgesetzbuch festgeschrieben, dass die Kurse grundsätzlich gratis zu erhalten sind. Das bedeutet, dass die Pflegekassen für diese Leistung aufkommen müssen. Für die Freischaltung genügt der Name der Krankenversicherung und der eigene Name. Um die restliche organisatorische Abwicklung wird sich dann die Versicherung kümmern. Übrigens ist dieses Angebot nicht nur für unmittelbare Pflegende kostenfrei. Auch Angehörige, die sich für eine Pflegetätigkeit interessieren, können gratis daran teilnehmen. Wer mit dem Gedanken spielt, einen nahestehenden Menschen Zuhause zu pflegen, kann einen kostenlosen Kurs nutzen, um sich weitere Informationen zu holen.

Besondere Kurse für besondere Herausforderungen

Ein Online-Pflegekurs deckt die wichtigsten Grundkenntnisse der Pflege ab. In manchen Fällen ist das allerdings nicht ausreichend. Wenn die Bedürfnisse des zu pflegenden Angehörigen sehr hoch sind, braucht es meist noch tiefere Information. Dann können Spezialkurse eine gute Möglichkeit sein, diesen Ansprüchen auch gerecht zu werden. Spezialkurse gibt es beispielsweise zu den folgenden Themen:

• Pflege von pflegebedürftigen Kindern
• Pflege von Menschen mit Schlaganfall
• Pflege von Menschen mit Parkinson
• Pflege von Betroffenen von Demenz
• Pflege von Angehörigen mit Multiple Sklerose

Diese Anbieter laden zu Online Pflegekursen ein

Das Angebot an Kursen im Internet ist groß. Die Johanniter haben etwa ein umfassendes Angebot an Online-Pflegekursen für Angehörige. Der Grundkurs beschäftigt sich mit den Themen Pflegekosten, Organisation und Versicherung. Außerdem gibt es alle wichtigen Hinweise zu Bewegungsabläufen in der Pflege, dem Essen und Trinken sowie der wichtigen Mund- und Körperpflege. Auch die Selbstpflege, Entlastung, Belastung und das Erkennen von Folgeerkrankung und deren Vorbeugung ist zentraler Bestandteil des Angebotes. Der Kurs kann jederzeit online gestartet werden und unterteilt sich in insgesamt 34 Module mit sieben großen Themenbereichen. Die Informationen sind ein halbes Jahr uneingeschränkt abrufbar. Ein ebenfalls bekannter und beliebter Anbieter ist die AOK. In ihrem Kurs werden ebenfalls Inhalte zur Hilfe durch den Bürokratie-Dschungel vermittelt. Hinzukommen wichtige Hinweise zum Wohnen im Alter, der Körperhygiene, Menschen mit Demenz, Vermeidung von Stürzen und weitere wichtige Themen. Ebenfalls nachgefragt ist der Online-Pflegekurs der BARMER, welcher ebenfalls die wichtigsten Bereiche abdeckt. Zusätzlich überzeugt die BARMER mit einer ganzen Reihe an Spezialkursen – etwa zum Leben mit Demenz. Demenz verstehen und weiteren Erkrankungen.

online Pflegekurs Vergleich lohnt sich

Die meisten Anbieter von Online-Pflegekursen für Angehörigen stellen sehr ähnliche Informationen zur Verfügung und unterscheiden sich inhaltlich kaum. Allerdings kann es dennoch sehr sinnvoll sein, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Es lohnt sich also für Pflegeangehörige, die Seiten der Organisationen zu besuchen und sich weitere Informationen zu den Angeboten und Inhalten einzuholen. Hilfreich kann neben dem Pflegekurs Vergleich im Netz auch die Meinung von befreundeten Angehörigen sein, die bereits einen solchen Kurs belegt haben. Sie können gut einschätzen, ob sie mit ihrem Kurs im Internet eher zufrieden oder unzufrieden waren.

Fazit: flexibel und strukturiert

Wer in bewusst oder durch Schicksal in die Situation gerät, einen nahestehenden Menschen Zuhause zu pflegen, ist besonders zu Beginn schnell überfordert. Immerhin haben die meisten Angehörigen keinen pflegerischen Hintergrund und kommen somit schnell an die Belastungsgrenzen. In diesem Fall kann der Pflegekurs für Angehörige eine gute Möglichkeit sein, Ängste zu nehmen und die richtigen Informationen an die Hand zu bekommen. Nicht vergessen werden sollte dabei auch der psychologische Faktor. Die Pflege ist eine mental überaus belastende Sache – gerade, wenn es darum geht, die Liebsten zu pflegen. Mit der richtigen Unterstützung fühlt man sich automatisch auch stärker und stabiler für die Herausforderung. Zudem kann Stress abgebaut werden, da der Kurs digital jederzeit absolviert werden kann. So muss der Terminkalender nicht umgestellt werden, denn selbst am Abend gemütlich auf dem Sofa lassen sich die Inhalte abrufen.

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