Der große Pflegebonus-Überblick

Update 16. Juni 2020:

  • weitere Informationen zu den jeweiligen Bundesländern, ob einen Aufstockung des Pflegebonus vorgenommen wird
  • Informationen für Arbeitgeber wie die Antragstellung abläuft und Vorstellung der angebotene Dienstleistungen von carewelt

Jetzt hat es auch die Pflege erwischt. Erst kam es zu einer Infodemie über das Coronavirus und jetzt passiert das gleiche im Bezug auf den Pflegebonus. Da selbst wir uns langsam schwer tun, den Überblick zu behalten, haben wir für Euch jetzt die bundesweite, sowie länderspezifische Gesetzgebung unter die Lupe genommen. Raus gekommen ist der Pflegebonus-Überblick. Eine Übersicht über alle Boni die an Pflegekräfte in ganz Deutschland teilweise ausgezahlt werden und teilweise leider nicht. Uns ist bewusst, dass der Coronabonus für die Pflege sogar manchen Spalt in die deutsche Pflege getrieben hat, jedoch finden wir von carewelt es trotzdem wichtig und richtig darüber informativ zu berichten. Wir werden kein Wertung zu den Coronaboni abgeben.

Coronabonus für Pflegekräfte – Gesetzgebung Bundestag

Hier gibt es ganz aktuelle Entwicklungen. Nach langem Hin und Her hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der auch durch die Mehrheit der Regierungskoalition den Bundestag passiert hat. Aufgeführt werden die Informationen und Paragraphen im zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Neben vielen Änderungen zum Beispiel in der Krankenhausfinanzierung oder den Leistungen der Pflegekassen ist dort auch der §150a im 11. Sozialgesetzbuch neu geregelt. Dazu einmal den Wortlaut für Euch – PS: Wer nicht den gesamten Rechtstext lesen möchte, kann die Box auch einfach überspringen und hier direkt zu Übersicht kommen.

Sonderleistung während der Coronavirus-SARS-CoV-2-Pandemie

(1) Die zugelassenen Pflegeeinrichtungen werden verpflichtet, ihren Beschäftigten im Jahr 2020 zum Zweck der Wertschätzung für die besonderen Anforderungen während der Coronavirus-SARS-CoV-2-Pan-demie eine für jeden Beschäftigten einmalige Sonderleistung nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6 und 8 zu zahlen (Corona-Prämie). Gleiches gilt für Arbeitgeber, deren Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer in Einrichtungen nach Satz 1 im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung oder eines Werk- oder Dienstleistungsvertrags eingesetzt werden.

(2) Die Corona-Prämie ist für Vollzeitbeschäftigte, die in dem Zeitraum vom 1. März 2020 bis ein-schließlich zum 31. Oktober 2020 (Bemessungszeitraum) mindestens drei Monate in einer zugelassenen oder für eine zugelassene Pflegeeinrichtung tätig waren, in folgender Höhe auszuzahlen:

  1. in Höhe von 1 000 Euro für Beschäftigte, die Leistungen nach diesem Buch oder im ambulanten Bereich nach dem Fünften Buch durch die direkte Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen erbringen,
  2. in Höhe von 667 Euro für andere Beschäftigte, die in einem Umfang von mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit gemeinsam mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierend, aktivierend, betreuend oder pflegend tätig sind,
  3. in Höhe von 334 Euro für alle übrigen Beschäftigten. Freiwillige im Sinne des § 2 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes und Freiwillige im Sinne des § 2 des Jugendfreiwilligendienstgesetzes im freiwilligen sozialen Jahr erhalten eine Corona-Prämie in Höhe von 100 Euro.

(3) Den folgenden Auszubildenden, die mit einer zugelassenen Pflegeeinrichtung einen Ausbildungsvertrag geschlossen haben oder im Bemessungszeitraum mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung zur Durchführung der praktischen Ausbildung tätig waren, ist eine Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro zu zahlen:

  1. Auszubildenden zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger nach § 58 Absatz 2 des Pflegeberufegesetzes,
  2. Auszubildenden zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger nach § 66 Absatz 2 des Pflegeberufegesetzes,
  3. Auszubildenden zur Gesundheits- und Krankenpflegerin oder zum Gesundheits- und Krankenpfleger nach § 66 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Pflegeberufegesetzes,
  4. Auszubildenden zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder zum Gesundheits- und Kinderkran-kenpfleger nach § 58 Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes,
  5. Auszubildenden zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder zum Gesundheits- und Kinderkran-kenpfleger nach § 66 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Pflegeberufegesetzes oder
  6. Auszubildenden zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz. Satz 1 gilt entsprechend für Auszubildende in landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildungen in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer.

(4) An Beschäftigte, die im Bemessungszeitraum mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig waren und in dieser Zeit ganz oder teilweise in Teilzeit gearbeitet haben, ist die Corona-Prämie anteilig im Verhältnis zu den in Absatz 2 Satz 1 genannten Höhen zu zahlen. Der jeweilige Anteil entspricht dem Anteil der von ihnen wöchentlich durchschnittlich in dem Bemessungszeitraum tatsächlich geleisteten Stunden im Verhältnis zur regelmäßigen Wochenarbeitszeit der bei derselben Pflegeeinrichtung Vollzeitbeschäftigten; mindestens jedoch dem Anteil der mit ihnen vertraglich vereinbarten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit im Verhältnis zur regelmäßigen Wochenarbeitszeit der bei der Pflegeeinrichtung Vollzeitbeschäftigen.

Abweichend von Satz 1 ist die Corona-Prämie nach Absatz 2 ungekürzt an Teilzeitbeschäftigte zu zahlen, wenn sie im Bemessungszeitraum mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig waren und ihre wöchentliche tatsächliche oder vertragliche Arbeitszeit in diesem Zeitraum 35 Stunden oder mehr betrug.

(5) Die folgenden Unterbrechungen der Tätigkeit im Bemessungszeitraum sind für die Berechnung des dreimonatigen Zeitraums, in dem die Beschäftigten im Bemessungszeitraum mindestens in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig sein müssen, unbeachtlich:

  1. Unterbrechungen von bis zu 14 Kalendertagen,
  2. Unterbrechungen auf Grund einer COVID-19-Erkrankung,
  3. Unterbrechungen auf Grund von Quarantänemaßnahmen,
  4. Unterbrechungen auf Grund eines Arbeitsunfalls oder
  5. Unterbrechungen wegen Erholungsurlaubs.

(6) Soweit Beschäftigte einer Pflegeeinrichtung im Bemessungszeitraum ganz oder teilweise in Kurzarbeit gearbeitet haben, sind für die Bemessung der diesen Beschäftigten jeweils zustehenden Corona-Prämie die von ihnen wöchentlich durchschnittlich im Bemessungszeitraum tatsächlich geleisteten Stunden maßgeblich. Absatz 4 gilt im Übrigen entsprechend.

(7) Die zugelassenen Pflegeeinrichtungen erhalten im Wege der Vorauszahlung von der sozialen Pflegeversicherung den Betrag, den sie für die Auszahlung der in den Absätzen 2 bis 4 und 6 genannten Corona-Prämien benötigen, erstattet. Gleiches gilt für Arbeitgeber nach Absatz 1 Satz 2. Die in den Absätzen 2 bis 4 und 6 genannten Corona-Prämien sowie weitere von den zugelassenen Pflegeeinrichtungen an ihre Beschäftigten gezahlte, vergleichbare Sonderleistungen können nicht nach § 150 Absatz 2 erstattet werden und dürfen auch nicht zu finanziellen Belastungen der Pflegebedürftigen führen.

Bei ambulanten Pflegeeinrichtungen tragen die gesetzlichen Krankenkassen und die soziale Pflegeversicherung die nach Satz 1 entstehen-den Erstattungen entsprechend dem Verhältnis, das dem Verhältnis zwischen den Ausgaben der Krankenkassen für die häusliche Krankenpflege und den Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung für Pflegesachleistungen im vorangegangenen Kalenderjahr entspricht. Zur Finanzierung der den Krankenkassen nach Satz 4 entstehenden Kosten erhebt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen von den Krankenkassen eine Umlage gemäß dem Anteil der Versicherten der Krankenkassen an der Gesamtzahl der Versicherten aller Krankenkassen.

Das Nähere zum Umlageverfahren und zur Zahlung an die Pflegeversicherung bestimmt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen. Die Pflegekassen stellen sicher, dass alle Pflegeeinrichtungen und alle Arbeitgeber im Sinne von Absatz 1 Satz 2 den Betrag, den sie für die Auszahlung der in den Absätzen 2 bis 4 und 6 genannten Corona-Prämien benötigen und den sie an die Pflegekassen gemeldet haben, von der sozialen Pflegeversicherung zu den folgenden Zeitpunkten erhalten:

  1. bis spätestens 15. Juli 2020 für die Beschäftigten und Arbeitnehmer nach Absatz 1 Satz 2, die bis zum 1. Juni 2020 die Voraussetzungen erfüllen, und
  2. bis spätestens 15. Dezember 2020 für die Beschäftigten und Arbeitnehmer nach Absatz 1 Satz 2, die die Voraussetzungen bis zum 1. Juni 2020 noch nicht erfüllen, aber diese bis zum 31. Oktober 2020 erfüllen.

Die Pflegeeinrichtungen und die Arbeitgeber im Sinne von Absatz 1 Satz 2 haben den Pflegekassen bis spätestens 15. Februar 2021 die tatsächliche Auszahlung der Corona-Prämien anzuzeigen. Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen legt im Benehmen mit den Bundesvereinigungen der Träger stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen und geeigneten Verbänden der Arbeitgeber nach Absatz 1 Satz 2 auf Bundes-ebene unverzüglich das Nähere für das Verfahren einschließlich der Information der Beschäftigten und Arbeitnehmer nach Absatz 1 Satz 2 über ihren Anspruch fest. Die Verfahrensregelungen bedürfen der Zustimmung des Bundesministeriums für Gesundheit.

(8) Die Auszahlung der jeweiligen Corona-Prämie durch die jeweilige zugelassene Pflegeeinrichtung oder die Arbeitgeber nach Absatz 1 Satz 2 an ihre Beschäftigten hat unverzüglich nach Erhalt der Vorauszahlung nach Absatz 7, spätestens mit der nächstmöglichen regelmäßigen Entgeltauszahlung zu erfolgen. Sie ist den Beschäftigten in der gesamten ihnen nach den Absätzen 2 bis 4 und 6 zustehenden Höhe in Geld über das Arbeitsentgelt und sonstige Bezüge hinaus auszuzahlen. Eine Aufrechnung mit Ansprüchen der Pflegeeinrichtung oder der Arbeitgeber nach Absatz 1 Satz 2 gegen den Beschäftigten oder Arbeitnehmer nach Absatz 1 Satz 2 ist ausgeschlossen. Die Corona-Prämie ist unpfändbar. Die Sätze 1 bis 4 gelten entsprechend für die Ausbildungsvergütung sowie für das Taschengeld für Freiwillige im Sinne des § 2 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes und für Freiwillige im Sinne des § 2 des Jugendfreiwilligendienstgesetzes im freiwilligen sozialen Jahr.

(9) Die Corona-Prämie kann durch die Länder oder die zugelassenen Pflegeeinrichtungen unter Berücksichtigung der Bemessungsgrundlagen der Absätze 1 bis 6 über die dort genannten Höchstbeträge hinaus auf folgende Beträge erhöht werden:

  1. auf bis zu 1 500 Euro für Vollzeit-, Teilzeit- oder in Kurzarbeit Beschäftige, die die in Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 genannten Voraussetzungen erfüllen,
  2. auf bis zu 1 000 Euro Vollzeit-, Teilzeit- oder in Kurzarbeit Beschäftige, die die in Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 genannten Voraussetzungen erfüllen,
  3. auf bis zu 500 Euro alle übrigen Vollzeit-, Teilzeit- oder in Kurzarbeit Beschäftigen einer zugelassenen Pflegeeinrichtung,
  4. auf bis zu 150 Euro für die in Absatz 2 Satz 2 genannten Personen sowie
  5. auf bis zu 900 Euro für die in nach Absatz 3 genannten Auszubildenden.

Gleiches gilt für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Absatz 1 Satz 2. Die Länder regeln ihr Verfahren. Sie können sich dabei an den Verfahrensregelungen dieser Vorschrift, insbesondere an den genannten Fristen, orientieren.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/C/COVID-19-Bevoelkerungsschutz-2_BT.pdf

Ach ja, Sozialgesetzgebung ist etwas herrliches. Besonders die dazu gehörigen Rechtstexte. Dann bringen wir mal etwas Licht ins Dunkel für Euch:

Wer bekommt den bundesweiten Coronabonus Pflege?

  • Die bundesweite Corona-Prämie wird an Beschäftigte in zugelassenen Pflegeeinrichtungen nach dem elften Sozialgesetzbuch ausgezahlt.
  • Ebenfalls an Beschäftigte die im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung oder im Rahmen eines Werk- oder Dienstleistungsvertrages in einer solchen Einrichtung beschäftigt sind.
  • Außerdem erhalten Beschäftigte den bundesweiten Coronabonus, die in der ambulanten Bereich nach dem Fünften Buch direkte Pflege- oder Betreuungsleistungen erbringen.

Wann muss die Arbeit in der Pflegeeinrichtung erbracht worden sein für die Corona-Prämie?

  • Beschäftigte müssen im Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig gewesen sein. (Bemessungszeitraum)

Beispiel: Eine Altenpflegerin war vom 01.01.2020 im Pflegeheim „Schön altern“ bis zum 15.05.2020 angestellt. Dann hat Sie gekündigt und arbeitet wieder ab dem 1. August 2020 beim ambulanten Pflegedienst „mobile Pflege“. Dadurch ergeben sich folgende Beschäftigungszeiten im Bemessungszeitraum:

  • 1. März 2020 bis 15. Mai 2020: 2 Monate und 15 Tage im Pflegeheim „Schön altern“, sowie
  • 1. August 2020 bis 31. Oktober 2020 (Ende Bemessungszeitraum): 3 Monate

Die zusammengerechneten Zeiten erfüllen die  Maßgaben nach dem Gesetz und die Altenpflegerin hat einen Anspruch auf den Pflegebonus für die Altenpflege.

Wie hoch ist der bundesweite Pflegebonus (Altenpflege)?

Vorab-Info: Es hat tatsächlich jede und jeder Beschäftigte in einer zugelassenen Einrichtung ein Anrecht auf einen Bonus, egal ob examinierte Fachkraft mit dreijähriger Ausbildung oder Freiwillige des Bundesfreiwilligendienstes. Aber schauen wir uns die Staffelung mal im Überblick an:

Pflegefachkräfte, Pflegehelfer oder Betreuungskräfte, die direkte Pflege oder Betreuungsleistungen nach dem elften Sozialgesetzbuch erbringen erhalten einen einmaligen Coronabonus von 1000 €. Ebenfalls erhalten Pflegefachkräfte, Pflegehelfer und Betreuungskräfte die 1000 € Corona-Prämie, wenn Sie nach dem fünften Buch im ambulanten Bereich Leistungen der Pflege oder Betreuung direkt am Pflegebedürftigen erbringen.

Beschäftigte die in einem Umfang von mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit gemeinsam mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierende, aktivierende, betreuende oder pflegende Aufgaben übernehmen erhalten einen Coronabonus in Höhe von 667 €.

Auch die Arbeit von allen anderen Beschäftigten in den zugelassenen Pflegeeinrichtungen wird durch eine Corona-Prämie honoriert. Diese Beschäftigten erhalten einen Coronabonus von 334 €.

Beschäftigte die einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren oder ein freiwilliges soziales Jahr erhalten eine Corona-Prämie von 100 €, wenn Sie ihren Dienst in einer der zugelassenen Einrichtungen ableisten.

Coronabonus für Auszubildende in der Pflege

Neben den ausgelernten Kräften bekommen aber auch die Auszubildenden aus Pflegeberufen einen Bonus ausbezahlt. Hier sieht die Staffelung wie folgt aus:

Außerdem haben Auszubildende in den landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildungen in der Pflege ebenfalls einen Anspruch auf die 600 € Corona-Prämie, wenn die Ausbildung mindestens eine einjährige Dauer hat.

Regelung bei Teilzeitbeschäftigung

Alle Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen, die in Teilzeit dort arbeiten haben auch einen Anspruch auf den bundesweiten Pflegebonus-Corona. Dieser wird je nach wöchentlicher Arbeitszeit gestaffelt. Dabei orientiert sich die Staffelung an der sonst üblichen Wochenarbeitszeit von den in der Einrichtung beschäftigten Vollzeitbeschäftigen. Da das ganze ein wenig verwirrend klingt erklären wir Euch das ganze mal schnell an einem Beispiel:

Im Pflegeheim „Schön altern“ arbeiten Vollzeitbeschäftigte in der Woche 38,5 Stunden. Das heißt die Wochenarbeitszeit zur Bemessung beträgt 38,5 Stunden. Pflegekraft „Ursula“ hat eine vertraglich festgelegte Wochenarbeitszeit von 27 Stunden.

  • 38,5 Stunden entsprechen also 100%
  • 27 Stunden demnach also 70,13 %

Also hat Pflegekraft Ursula einen Anspruch auf 70,13% von 1000€ – Sie bekommt 701,30 € Corona-Bonus ausbezahlt.

Der Arbeitgeber von Pflegeeinrichtungen darf jedoch keine Staffelung vornehmen, wenn die wöchentliche tatsächliche oder vertragliche Arbeitszeit im Bemessungszeitraum 35 Stunden oder mehr betrug. Also sind Beschäftigte, die vielleicht einen Vertrag über eine wöchentliche Arbeitszeit von 35€ geschlossen haben nicht betroffen von etwaigen Kürzungen beim Coronabonus für Pflegekräfte.

Ausfallzeiten während des Bemessungszeitraum für den bundesweiten Pflegebonus-Corona

Es kann immer wieder mal vorkommen, dass einen eine schwere Krankheit erwischt oder im deutlich glücklicheren Fall, die Elternzeit ruft. Aber werden diese Ausfallzeiten dann angerechnet in dem Bemessungszeitraum für die bundesweite Corona-Prämie? Hier hat die Bundesregierung folgende Regeln im Gesetz ausgestellt:

Folgende Fehlzeiten dürfen nicht bei der Berechnung beachtet werden:

  • Unterbrechungen von bis zu 14 Kalendertagen (zum Beispiel Krankheit oder Pflegezeit)
  • Ausfallzeiten auf Grund einer Covid-19 Erkrankung
  • Arbeitsausfall auf Grund von Quarantänemaßnahmen
  • Krankheit wegen eines Arbeitsunfalles
  • Zeiträume des Erholungsurlaubs

Sonderfall: Kurzarbeit

Beim bundesweiten Coronabonus für Pflegekräfte hat der Gesetzgeber auch die Möglichkeit von Kurzarbeit aufgenommen. Denn so paradox wie es auch klingen mag, kam und kommt es immer wieder zu Kurzarbeit in Pflegeeinrichtungen. Auf die Gründe möchten wir an dieser Stelle verzichten. Das ist ein anderes Thema.

Also im Falle der Kurzarbeit werden im Bemessungszeitraum die tatsächlich geleisteten Stunden als Richtgröße für die Höhe des Coronabonus angewendet. Also wenn eine Vollzeitkraft in Folge der Kurzarbeit nur 50% der vertraglich festgelegten Wochenarbeitszeit gearbeitet hat, ist dementsprechend der Anspruch auf die Corona-Prämie anzupassen.

Wann und wie wird der Coronabonus für die Altenpflege ausbezahlt?

Der Coronabonus für Altenpflege (bundesweit) wird durch die jeweiligen Arbeitgeber ausbezahlt. Das hat die Bundesregierung in ihrem Gesetz festgelegt. Ursache hierfür ist, dass die Arbeitgeber der Pflegeeinrichtungen eine Vorauszahlung der Kostenträger (Pflegekassen und Krankenkassen) ausbezahlt bekommen und diese Gelder dann an ihre Beschäftigten weitergeben. Also müssen aktuell die Arbeitgeber Aufstellungen anfertigen, wie viele finanzielle Mittel sie benötigen, um jedem Beschäftigen die Corona-Prämie auszahlen zu können. In manchen Bundesländern wird der Coronabonus für die Altenpflege noch aufgestockt. Dazu kommt aber weiter unten noch eine detaillierte Übersicht.

Eure Arbeitgeber erhalten Ihre Vorauszahlung in den folgenden Zeiträumen:

  • Einrichtungen erhalten die Vorauszahlung für ihre Beschäftigten spätestens zum 15. Juli, wenn die Beschäftigten die Voraussetzungen (Stichwort: Bemessungszeitraum) bis zum 1. Juni 2020 erfüllen, und
  • Einrichtungen erhalten die Vorauszahlung für ihre Beschäftigten spätestens zum 15. Dezember, wenn die Beschäftigten die Voraussetzungen (Stichwort: Bemessungszeitraum) bis zum 1. Juni 2020 noch nicht erfüllen, dieser aber bis zum 31. Oktober 2020 erfüllen werden.

Ihr bekommt dann die Corona-Prämie unverzüglich nachdem die Einrichtung oder Arbeitgeber die Vorauszahlung erhalten hat. Wenn dies nicht möglich ist, muss der Coronabonus spätestens mit der nächstmöglichen Entgeltauszahlung erfolgen.

Die Auszahlung der Gelder wird durch die Pflegekassen überwacht. Deshalb haben die Pflegeeinrichtungen einen Nachweis bis zum 15. Februar 2021 abzulegen, dass die Bonuszahlungen tatsächlich getätigt wurden. So soll einer Zweckentfremdung der finanziellen Mittel entgegen gewirkt werden.

Antragstellung Pflegebonus durch Arbeitgeber

Stand: 12.06.2020

Nach einer langen Zeit der Ungewissheit hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) nun zusammen mit Vertretern der Landespflegekassen und des Gesundheitsministeriums eine Verfahrensanweisung herausgegeben. Diese soll den Arbeitgebern die Antragstellung erleichtern und eine transparente Informationspolitik ermöglichen.

Pflegekasse für Pflegebonus finden

Neben Musterformularen und der Festlegung der Antragstellung hat der GKV-SV auch eine Liste veröffentlicht, aus der sich die zuständigen Pflegekassen herauslesen lassen. Somit kann jeder Arbeitgeber den richtigen Ansprechpartner finden.

Berechnung muss selbst gemacht werden

Zwar stellt der GKV-SV einige Formulare und Muster zur Verfügung, dennoch muss jeder Betrieb noch selbst aktiv werden und eine dezidierte Aufstellung der Beschäftigten anfertigen, damit jeder auch die richtige Höhe des Pflegebonus erhält.

Aufstockung des Coronabonus für die Pflege durch die Bundesländer

Die Bundesländer dürfen die Höhe des Pflegebonus noch aufstocken. Jedoch sind dort aus Gründen der Gerechtigkeit Höchstgrenzen festgelegt worden. Im Detail sieht die Gesetzesänderung folgende Aufstockungen vor:

  • Pflegefachkräfte, Pflegehelfer und Betreuungskräfte können bis zu 1500 € erhalten (Teilzeit- und Kurzarbeitsregelung haben Bestand)
  • andere Betreuungskräfte (25 % Regel) können eine Aufstockung bis zu 1000 € erhalten (Teilzeit- und Kurzarbeitsregelung haben Bestand)
  • andere Beschäftigte in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung können bis zu 500 € erhalten (Teilzeit- und Kurzarbeitsregelung haben Bestand)
  • Bundesfreiwilligendienst und freiwilliges soziales Jahr: Aufstockung auf bis zu 150 € möglich
  • Auszubildende können nach der Aufstockung maximal einen Coronabonus bis zu 900 € erhalten.

Überblick Pflegebonus Bundesländer

In den sozialen Medien ist die Verunsicherung fast täglich sichtbar. Hier werden Bonuszahlungen für Pflegekräfte immer wieder verwechselt, weil jedes Bundesland ein eigenes Süppchen kocht. Deshalb haben wir uns die schon bestehende oder geplante Rechtsprechung alle Bundesländer angeschaut um Euch bestmöglich zu informieren. Zur besseren Struktur haben wir die Bundesländer alphabetisch sortiert.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Den Beschäftigten in der Altenpflege, die derzeit besonders stark belastet sind, wollen wir in dieser Form nicht nur unseren Dank aussprechen, sondern ein klares Zeichen setzen: Gute Pflege ist uns mehr wert. Dieses Bekenntnis muss auch nach der Corona-Krise weiter gelten“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz.¹

Es wurde zwar noch kein Gesetz der Landesregierung von Baden-Württemberg verabschiedet, jedoch hat die Landtagsfraktion der Grünen öffentlich signalisiert, dass die den Bonus im Rahmen des Bundesgesetzes aufstocken werden. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, findet Ihr dieser hier.

Neben der oben erwähnten Corona-Prämie gibt es in Baden-Württemberg nur vereinzelte Bonuszahlungen an Pflegekräfte. Ein landesweites Programm besteht aktuell nicht.

Update: Aufstockung der Corona-Prämie wird in Baden-Württemberg durch den Landtag zugestimmt. damit dürfen sich die Beschäftigten auf maximal 1500 € freuen.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

In Bayern wird es keine Aufstockung des im Bund beschlossenen Altenpflegebonus geben. Das hat das zuständige Ministerium öffentlich bekräftigt.

bayerischer Coronabonus für Pflegekräfte

In Bayern gab es aber schon lange vor der im Bundestag beschlossenen Sonderzahlung einen Bonus für Pflegekräfte und Rettungsdienst. Diese konnte und kann über das Landesamt für Pflege in Bayern online beantragt werden. Dieser Bonus für Pflegekräfte und Rettungsdienst in Bayern beträgt 500 € oder 300 € und ist ebenfalls steuerfrei. Wenn Du mehr zum bayerischen Pflegebonus für die Pflege erfahren möchtest kannst Du hier klicken.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Das Berliner Parlament, sowie deren politischen Vertreter habe sich noch nicht zu einer potentiellen Aufstockung des Coronabonus in der Altenpflege geäußert. Falls es hier zu Veränderungen oder aktuellen Entwicklungen kommt werden wir diesen Artikel aktualisieren.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Nachdem der Bundesrat dem Gesetz inklusive der Corona-Prämie zugestimmt hat, hat der Landtag von Brandenburg mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen am Freitag (15.05.2020) einen Entschließungsantrag zur Anerkennungsprämie für Pflegebeschäftigte beschlossen.² Damit soll der Pflegebonus des Bundes für die Altenpflege noch auf bis zu 1500€ aufgestockt werden. Die Staffelung der Arbeitszeit, sowie Qualifikation/Ausbildung bleiben davon unberührt.

Update: Der Entschließungsantrag der Landesregierung von Brandenburg hatte Erfolg. Somit wird der Pflegebonus für die Altenpflege durch das Land Brandenburg auf das Maximum von 1500 € angehoben.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Einen konkreten Beschluss des Bremer Senats gibt es zu diesem Thema noch nicht. Jedoch wurde bei einem Beschluss vom 12.05.2020 im Bremer Senat folgendes festgehalten: Wenn auf Bundesebene die Zahlung des Corona-Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro für Beschäftigte in der Altenpflege beschlossen wird, will das Land Bremen ein Drittel der Kosten übernehmen. Das hat der Senat in seiner Sitzung (12. Mai 2020) beschlossen.³

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Der Hamburger Senat hat sich schon vor der Verabschiedung des Bundesgesetzes geäußert und eine Aufstockung auf die maximalen 1500 € angekündigt. Eine entsprechende Verordnung ist in den nächsten Wochen zu Erwarten.

Den Bonus erhalten in Hamburg insgesamt rund 25.400 Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege. Insgesamt wird sich Hamburg mit rund 8,2 Millionen Euro an den Bonuszahlungen beteiligen, die aus den Corona-Mitteln des Haushalts zur Verfügung gestellt werden sollen.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Gesundheitsminister Kai Klose: „Altenpflegerinnen und Altenpfleger stehen seit Wochen unter einem besonderen Druck“. Deshalb hat die Landesregierung von Hessen entschieden den Pflegebonus für die Altenpflege auf die 1500 € aufzustocken.

„Wir wollen, dass die Beschäftigten der Altenpflegeheime in Hessen von dem Bonus profitieren. Deshalb werden wir das auch in Hessen umsetzen. 1000 Euro werden, laut Bund, von der Pflegekasse getragen. Wir haben die Möglichkeit bis zu 500 Euro hinzuzugeben. Das wollen wir auch tun und auch mit den Arbeitgebern über ihre Beteiligung sprechen“,

so der Minister. Die Kosten für diese Aufstockung belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 35 bis 40 Millionen Euro.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt den vom Bund verabschiedeten Pflegebonus aufzustocken. Somit dürfen sich die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen auf eine höhere Corona-Prämie freuen.

Laut Sozialministerium sollen die Boni gestaffelt nach Ausbildungsstand und Arbeitszeit ausgereicht werden. Bei rund 26 000 Pflegekräften in stationären und ambulanten Einrichtungen sei mit Extraausgaben für das Land in Höhe von etwa 13 Millionen Euro zu rechnen, hieß es. – Quelle: https://www.svz.de/28319142 ©2020

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die Gesundheitsministerin von Niedersachsen, Frau Carola Reimann (SPD) hat angekündigt, dass das Land den Bundespflegebonus von maximal 1000 € auf die möglichen 1500 € aufstocken möchte. Ihr Ministerium stehe in Kontakt mit dem Finanzministerium um die Mehrausgaben im Nachtragshaushalt festhalten zu lassen. Eine rechtliche Verordnung oder einen Gesetzesentwurf gibt es aktuell noch nicht (Stand 21.05.2020)

Update: Der Nachtragshaushalt ist beschlossen. Demnach wird auch die Corona-Prämie für Pflegekräfte in Niedersachsen aufgestockt.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die Landesregierung hat sich noch nicht entschieden, ob eine Aufstockung der Corona-Prämie auch in Nordrhein-Westfalen stattfinden wird. Im Laufe der nächsten Woche wird sich die Regierung wohl mit dem Thema befassen. Gesundheitsminister Laumann hat betont er wolle keine einmalige Sonderzahlung, sondern lieber flächendeckende Tariflöhne.

Falls die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen noch bei Thema Pflegebonus nachzieht, werden wir Euch hier zeitnah darüber informieren.

Update: Der Pflegebonus wird im Bundesland Nordrhein-Westfalen durch das Land auf maximal 1500 € pro Person aufgestockt. Dafür nimmt die Landeskasse rund 106 Millionen Euro in die Hand. Minister Laumann zeigte sich erleichtert über die schnelle Einigung.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

„Rheinland-Pfalz wird den nicht vom Bund finanzierten Teil der Corona-Prämie für die Beschäftigten in der Altenpflege im Land aus Landesmitteln aufstocken. Dies ist ein Zeichen der besonderen gesellschaftlichen Wertschätzung der Menschen, die in Rheinland-Pfalz in den Einrichtungen der Altenhilfe während der Corona-Krise Großes leisten“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Anschluss an die heutige (19.05.2020) Sitzung des Ministerrates. (Quelle: https://corona.rlp.de/de/aktuelles/detail/news/News/detail/rheinland-pfalz-beschliesst-aufstockung-des-pflegebonus-auf-bis-zu-1500-euro-1/ )

Damit ist der Weg frei für Beschäftigte in den zugelassenen Einrichtungen der Altenpflege, dass diese sich über einen erhöhten Bonus von maximal 1500 € freuen dürfen.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die Corona-Pandemie hat uns alle vor neue Herausforderungen gestellt, insbesondere die Pflegekräfte. Obwohl es in den letzten Monaten nicht immer einfach war, trugen die Pflegerinnen und Pfleger in den Pflegeeinrichtungen mit großem Engagement dazu bei, für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner zu sorgen. Solch eine Leistung verdient Anerkennung. Wir wollen unseren Beitrag leisten. Deshalb hat sich die saarländische Landesregierung dazu entschieden, zusätzlich zu den vom Bund beschlossenen 1.000 Euro zusätzlich 500 Euro an Beschäftigte in der Altenpflege im Saarland zu zahlen“, so Ministerin Monika Bachmann. (Quelle: https://www.regio-journal.info/saar-pflegekraefte-bekommen-1500-euro-pflegebonus/)

Zwar gibt es im Saarland, wie auch in einigen anderen Bundesländern, noch kein offizielles Dokument (Gesetz/Verordnung), das die angekündigte Erhöhung in Stein gemeißelt hat, jedoch ist ein Zurückrudern nach einem solchen öffentlichen Statement zur Aufstockung des Altenpflege-Bonus nicht zu erwarten.

Update: Im Saarland haben Pflegekräfte auch die Möglichkeit eine Aufstockung des Pflegebonus zu bekommen. Hier ist jedoch die Antragstellung eine etwas andere, als in anderen Bundesländer. Im Saarland müssen Pflegekräfte die Aufstockung selbst beantragen. Hier geht’s zum Webseite.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die sächsische Landesregierung hat noch keine öffentlichen Äußerungen dazu getan, ob eine Aufstockung der bundesweiten Pflegeprämie auch die Beschäftigten in Sachsen erwarten darf.

Zwar haben schon vereinzelte Geschäftsführungen von Kliniken und Altenheimen, ihren Beschäftigten Prämien ausbezahlt, jedoch gibt es kein flächendeckendes Konzept wie in Bayern oder auf Bundesebene.

Update: Auch in Sachsen wird der Pflegebonus Altenpflege für die Beschäftigten auf maximal 1500 € aufgestockt. Das hat die Landesregierung vor wenigen Tagen entschieden. Kosten wird die Aufstockung das Land Sachsen circa 50 Millionen Euro.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

In Sachsen-Anhalt ist die Frage nach der Aufstockung noch nicht im Parlament geklärt worden. Öffentlich aufmerksam hat sich die SPD-Fraktion geäußert: Der Landesvorstand sprach sich dafür aus, dass das Land Sachsen-Anhalt die im Gesetz vorgesehene Möglichkeit nutze, die Prämie aus Landesmitteln aufzustocken. Demnach würde die einmalige, steuerfreie Zahlung für Vollzeitbeschäftigte von 1000 auf 1500 Euro steigen.

Wenn eine Gesetzgebung dementsprechend auf den Weg gebracht wird, werden wir Euch hier rechtzeitig und umfassend informieren.

Update: Gesetzgebung für die Aufstockung in Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Beschäftigte in der Altenpflege können sich auf bis zu 1500 € freuen.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Hier kommt es leider zu größeren Irritationen durch sehr „abwechslungsreiche“ Berichterstattungen von anderen Medien. So wird in einigen Artikeln nicht zwischen der Altenpflege und Krankenpflege unterschieden. Schleswig-Holstein hat für Sonderzahlungen an Pflegekräfte 40 Millionen Euro reserviert laut der Süddeutschen Zeitung. Jedoch ist hier nicht endgültig zu klären, ob diese Summe nur zum Aufstocken des Altenpflege-Bonus genutzt wird oder auch die Beschäftigten in den Krankenhäusern davon profitieren.

Die Signale für eine Aufstockung des Pflegebonus des Bundes für die Beschäftigten in Schleswig-Holtstein stehen aber auf grün. Auch hier wird es ein ausführliches Update geben, sobald von der Landesregierung genaueres kommuniziert wird.

Aufstockung Coronabonus Altenpflege

Die Landesregierung von Thüringen hat noch keine Planungen zum Aufstocken des bundesweiten Pflegebonus Corona veröffentlicht. Sozialverbände und Arbeitnehmerverbände aus der Pflege erzeugen jedoch schon öffentlichen Druck, dass das Land Thüringen den Bonus aufstocken soll.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Update: Nach dem öffentlichen Druck wird die Landesregierung den Pflegebonus aufstocken. Noch sind die finanziellen Mittel nicht im Nachtragshaushalt verankert, jedoch gibt es öffentliche Bekenntnisse der Regierungsparteien, dass eine Aufstockung kommen wird.

Ist ein spezieller Antrag nötig?

Nein, für den bundesweiten Altenpflege-Coronabonus müssen die berechtigten Personen keinen eigenen Antrag einreichen und ausfüllen. Die komplette Antragstellung, sowie Berechnung der Höhe übernimmt der Arbeitgeber.

Beantragung bayerischer Coronabonus für Pflege und Rettungsdienst

Für den bayerischen Coronabonus müssen die Pflegekräfte und Rettungsdienst einen Online-Antrag auf der Seite des bayerischen Landesamtes für Pflege ausfüllen. Außerdem wird eine Bescheinigung der Tätigkeit benötigt, die zusätzlich einen Nachweis darüber gibt, wie viele Stunden wöchentlich beim Arbeitgeber geleistet werden. Zum Antrag geht es hier lang.

Praxistipp:

Beim bundesweiten Altenpflegebonus solltet Ihr trotzdem die Höhe des Pflegebonus selber nachrechnen. Natürlich möchte hier kein Arbeitgeber seine Mitarbeiter über den Tisch ziehen, aber Rechenfehler passieren immer wieder. Wenn Ihr Fragen habt, ob die Corona-Prämie stimmt schreibt uns einfach eine E-Mail und wir rechnen mit Euch zusammen mal nach.

Hilfe beim Pflegebonus?

Quellen und Literatur

¹https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.finanzierung-steht-bonus-fuer-altenpfleger-gesichert.ad6d04c7-aa09-4f62-9d7a-9efd07dd2889.html

²https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~15-05-2020-pflegebonus-altenpflege-aufgestockt

³https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.335022.de&asl=bremen02.c.730.de

Psychische Belastungen durch Covid-19

Gerade in den letzten Wochen und Monaten haben Ärzte und Pflegende in der Versorgung von Patienten mit Covid-19 einen herausragenden Beitrag geleistet. Doch auch sie sind dabei an ihre psychischen Belastungsgrenzen gekommen. Erste Ergebnisse von Befragungen aus den von der Pandemie zuerst betroffenen Gebieten in China zeigen, dass es einen Anstieg von psychischen Belastungen speziell bei Pflegenden gibt, welche sich in Form von Schlafstörungen sowie Symptomen von Depressionen und Angsterkrankungen äußern1.

Psychische Belastung durch Corona – Gesundheitssektor

Auch das medizinische Personal in Deutschland ist in der Behandlung von Patienten mit Covid-19 immensen psychischen Belastungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass die Verantwortlichen von Gesundheitseinrichtungen in der gegenwärtigen Krise auf einen höchstmöglichen Schutz ihrer Angestellten setzen. Das Bundesministerium für Gesundheit2 und die konzertierte Aktion Pflege3 haben bereits vielfältige Maßnahmen zum institutionellen Schutz von Pflegenden vorgestellt:

  • Die Arbeit mit angemessener Infektionsschützender Ausstattung (z.B. Mundschutz, Handschuhe, Arbeitskleidung, Desinfektionsmittel) ist sicherzustellen.
  • Es ist auf kontrollierte Arbeits – und Ruhezeiten zu achten, Überstunden sind zu vermeiden
  • Sinnvoll sind weitere unterstützende Angebote für die eigene Lebensführung wie z.B. Unterstützungsangebote im Bereich Arbeitsweg, Lebensmittelversorgung usw.)
  • Wenn möglich sollte eine kontinuierliche betriebliche Ärztliche Versorgung mit regelmäßigen Kontakten gegeben sein
  • Vor Ort sollte eine kontinuierliche betriebliche Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken eingerichtet werden
  • Massagen und Physiotherapeutische Maßnahmen vor Ort
  • Das Angebot von super Visionen, Gespräche zur individuellen Lage und Begleitung in Glaubensfragen vor Ort
  • Von Vorteil sind auch Ruhezonen und Ruheräume ggf. Auch Übernachtungsmöglichkeiten in den Kliniken, falls Pflegepersonal oder Ärzte ihre Angehörigen vor Infektionen schützen wollen
  • Besprechungs- und Reflektionsräume sind entsprechend einzurichten
  • Die Zusammenstellung eines psychologischen Teams, welche Strategien zur psychologischen Unterstützung der Mitarbeiter entwickelt und allgemeine und gezielte Hilfsangebote, wie z.B. Webinar zur Stressbewältigung, persönliche Beratung und Krisenintervention, zu Verfügung stellt4.

Was kann ich selbst tun?

Die eben vorgestellten Angebote gibt es bereits in einigen Gesundheitseinrichtungen. Aufgrund der aktuellen Situation ist es von besonderer Bedeutung, Schutzmaßnahmen schnellstmöglich in allen Einrichtungen anzuregen. Gleichzeitig muss eine nachhaltige finanzielle Absicherung bedacht werden. Das physische wie psychische Wohlbefinden der Pflegenden kann durch solche strukturellen Angebote gefördert werden. Nichts desto trotz sollten Pflegende auch neben den strukturellen Maßnahmen ihr eigenes Verhalten im Blick behalten. Außerdem muss beachtet werden, dass die aktuelle Lage eine berufliche wie private Ausnahmesituation darstellt und die Mehrheit der Betroffenen über keine persönlichen Erfahrungswerte verfügt. Somit ist es schwierig individuelle Bewältigungsstrategien zu finden.

Die Weltgesundheitsorganisation4 (WHO) hat im Rahmen einer „psychologischen Ersten Hilfe“ verschiedene Aspekte und Strategien entwickelt, die kurzfristig bei der Bewältigung der aktuellen Anforderungen hilfreich sein können. Zunächst ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass das starke Stressleben der aktuellen Situation geschuldet ist. Daraus sind keinerlei Rückschlüsse über die persönliche berufliche Eignung zu ziehen. Man sollte auf die eigene psychische Gesundheit genauso sehr achten wie auf die körperliche Gesundheit. Das Nutzen funktionaler Bewältigungsstrategien wie z.B. Ausreichende Ruhepausen und Erholungszeiten während der Arbeit und zwischen Arbeitseinsätzen, eine ausgewogene Ernährung sowie körperliche Aktivität. Dysfunktionale Bewältigungsstrategien, dazu zählen Rauchen, Alkohol– oder Drogenkonsum, sind gesundheitsschädlich und somit zu vermeiden. Regelmäßiger Kontakt zu Familien Angehörigen und Freunden wirkt sich positiv aus. Hierzu bietet sich die Kommunikation über die sozialen Medien an, falls das Risiko oder die Angst vor einer Ansteckung im sozialen Umfeld zu groß ist. Ein Austausch über Eindrücke und Erfahrungen bietet sich natürlich auch im beruflichen Umfeld an.

Resilienz stärken für psychische Belastungen durch Corona

Nachrichten über die Coronavirus-Krise sollten mit Augenmaß konsumiert werden4. Falschmeldungen oder Verschwörungstheorien führen bei vielen Menschen zu erhöhter Angst und Panik. Es ist vollkommen ausreichend, Informationen über aktuelle Veränderung der Situation maximal zweimal täglich zu festgelegten Tageszeiten, in festgelegter Dauer zu verfolgen. Wichtig ist dabei auf die Neutralität sowie Seriosität der Quellen bzw. Medien zu achten. Pflegende sollten sich ausschließlich an Fakten orientieren.

Für Menschen, die aktuell von der Arbeit freigestellt sind und sich in häuslicher Quarantäne befinden, empfiehlt es sich, die gewohnte Tagesstruktur einzuhalten. Damit sind z.B. die Wach– und Schlafzeiten gemeint. Neben diesen schnell umsetzbaren Notfallstrategien lassen sich aus der Literatur auch weitere, eher langfristige Bewältigungsstrategien ableiten. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus auf der Stärkung der Resilienz, der Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit während oder nach widrigen Ereignissen5. In der wissenschaftlichen Literatur werden eine Vielzahl von Schutzfaktoren beschrieben6. In der nachfolgenden Tabelle ist eine zusammenfassende Aufstellung dieser so genannten Resilienzfaktoren mit Anregungen zur praktischen Umsetzung7.

Übersicht der Resilienzfaktoren

Proaktive Bewältigung, z.B. mittels Strategien zur Problemlösung – Beispiel: Strukturiertes Vorgehen: Analyse des Problems, Sammeln von Lösungsstrategien, Erstellen eines Handlungsplans

Fähigkeit, durch flexibles Denken und Handeln auf Veränderungen zu reagieren –

Beispiele:

  • Suche nach neutralen oder positiven Neubewertungen für eine aktuell schwierige oder zweideutige Situation.
  • Entspannung, z.B. durch Atemübungen
  • Achtsamkeitsübungen, z.B. achtsames Gehen

Positive Ursachenzuschreibung von Ereignissen, positive Zukunftserwartung. – Beispiel: Lenkung der Achtsamkeit auf positive Aspekte im Leben, z.B. Führen eines Tagebuchs, in das jeden Tag drei positive Dinge eingetragen werden.

Haltung, aktiv mitzuwirken und Situationen als kontrollierbar und Anforderungen als Herausforderung anzunehmen – Beispiel: Vorausnehmende Vorstellung von Stresssituationen und Sammeln von zielführenden Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten.

Erleben positiver Gefühle – Beispiele:

  • Achtsamkeitsübungen, z.B. Tagebuch positiver Ereignisse im Alltag
  • Schaffen von Genussmomenten, z.B. verzehr gutschmeckender Speisen, Musik hören usw.

Individuelle Überzeugung, dass das Leben trotz Unwägbarkeiten, Risiken und Belastungen verstehbar, bewältigbar und sinnhaft ist. – Beispiele:

  • Betrachtung der zur Verfügung stehenden (inneren und äußeren) Ressourcen, z.B. persönliche Stärken, Zugang zu materiellen und nichtmateriellen Ressourcen
  • Betrachtung, wie diese Ressourcen in der Zukunft häufiger genutzt werden können.

Positive Bewertung der eigenen Person – Beispiel: Erstellen einer Liste mit den persönlichen Stärken

Das Leben als sinnhaft erleben, z.B. durch Orientierung an den eigenen Werten – Beispiel: Betrachtung persönlich bedeutsamer Quellen für Sinn im Leben. Betrachtung und Priorisierung wichtiger persönlicher Werte

Zugriff auf soziale Netzwerke – Beispiele:

  • Ermittlung positiver sozialer Kontakte im persönlichen Umfeld
  • Ausbau positiver sozialer Kontakte
  • Aktivierung des sozialen Umfelds, z.B. durch aktive Bitte um Unterstützung

Erwartung, Anforderungen aufgrund eigener Fähigkeiten bewältigen zu können – Beispiele:

  • Erstellen: einer Liste mit bisher im Leben erreichten Erfolgen, einer Liste mit im Leben bereits erfolgreich bewältigten schwierigen Situationen
  • Übernahme von Verantwortung für benachteiligte oder ältere Menschen

Glauben an oder Identifikation mit religiösen Werten – Beispiele:

  • Spirituelle Übungen: Yoga, Meditation
  • Positives religiöses Bewältigungsverhalten, z.B. regelmäßiges Beten etc.

Auch für Pflegende ist es sinnvoll zu reflektieren, welche dieser Übungen für sie selbst praktizierbar und gesundheitsfördernd sind. Einige Übungen müssen erst häufiger angewendet werden, damit sich Wirkungen zeigen. Um ein positives Ergebnis bei der Umsetzung zu erzielen, ist eine zuverlässige Unterstützung durch das Führungspersonal ebenfalls Voraussetzung. Nur so können die Pflegenden einige dieser Übungen auch tatsächlich arbeitsplatznah erlernen und ausführen.

Achtsamkeit gegen psychische Belastung durch Corona

Auch das Thema Achtsamkeit spielt in der aktuellen Situation eine besondere Rolle. Sie wird als Lenkung der Aufmerksamkeit auf die im gegenwärtigen Moment vorhandenen Wahrnehmungen-bewusst, absichtsvoll und nicht wertend – verstanden8. Speziell in Belastungssituationen beschäftigt man sich häufig mit der Vergangenheit oder Zukunft (sorgenvolles Grübeln). Im Idealfall gelingt es, diese Art der Beschäftigung für eine begrenzte Zeit zugunsten der Wahrnehmung der aktuellen Situation zurückzustellen. Um seine Achtsamkeit zu fördern, bedarf es einem gewissen zeitlichen Aufwand.

Studien bei Pflegenden belegen die nachhaltige Wirksamkeit von Achtsamkeit bei Stressbelastung9. Da in der aktuellen Lage Gruppen-Programme aus zeitlichen Gründen nicht in Anspruch genommen werden können oder nicht verfügbar sind, sollten Einzelübungen durchgeführt werden. Diese mögen auf den ersten Blick sehr einfach erscheinen, erzielen aber eine hohe Wirksamkeit. Ein Beispiel ist „Achtsames Gehen“. Während des Gehens ist die eigene Aufmerksamkeit auf den Akt des Gehens zu lenken – selbst wenn es „nur“ die hektischen Schritte von der Station zum Patientenzimmer sind. Auch dem kollegialen Miteinander sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. In Zeiten hoher Anspannung kommt es häufig dazu, dass die Nerven „blank liegen“ und automatisierte Reaktionen schneller ausgelöst werden. Das kann sowohl im privaten wie auch im beruflichen Kontext zu nichthilfreichen Auseinandersetzungen führen. Achtsamkeit kann in diesen Situationen dazu beitragen, die emotionalen Reaktionen wahrzunehmen und nicht automatisiert zu reagieren.

Literatur:

1 Lai J, Ma S, Wang Y et al. Factors Associated With Mental Health Outcomes Among Health Care Workers Exposed to Coronavirus Disease 2019. JAMA Netw Open. 02 2020; 3(3): e203976

2 Bundesministerium für Gesundheit. Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/betriebliche-gesundheitsfoerderung/gesundheit-und-wohlbefinden-am-arbeitsplatz.html, Zugriff: 14.05.2020

3 Konzertierte Aktion Pflege. Abschlussbericht 2019. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/K/Konzertierte_Aktion_Pflege/0619_KAP_Vereinbarungstexte_AG_1-5.pdf, Zugriff: 14.05.2020

4 World Health Organisation. Mental Health and psychosocial Considerations during the COVID-19 Outbreak. https://apps.who.int/iris/handle/10665/331490, Zugriff: 14.05.2020

 5 Bonanno GA, Westphal M, Mancini AD. Resilience to loss and potential trauma. Annu Rev Clin Psychol.2011; 7: 511-535

6 Bengel J, Lyssenko L. Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter [Resilience and protective psychological factors in adults]. 3.2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Herausgeber. Köln;2012

7 Gilan DA, Kunzler A, Lieb K. Gesundheitsförderung und Resilienz. PSYCH Up2date. März 2018; 12 (02): 155-169

8 Michalak J, Heidenreich T, Williams J. Achtsamkeit. Göttingen: Hogrefe; 2012

9 Spinelli C, Wisener M, Khoury B. Mindfulness training for healthcare professionals and trainees: A meta-analysis of randomized controlled trials. J Psychosom Res. 2019; 120: 29-38

Hatte ich Corona?

Diese Frage treibt wohl viele Menschen in Deutschland um. Denn einige infizierte Menschen wissen gar nicht, dass sie sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten. Aktuell ist es auch schwierig an valide Informationen zu kommen, da viele Hausärzte keine Antikörper-Test für Patienten anbieten, die wissen möchten, ob die Erkältung vor 3 Wochen vielleicht auch eine Infektion mit dem Coronavirus war.

Die Antwort: Antikörper-Selbsttest

Wenn Sie sich die Frage gestellt haben oder gerade stellen, ob Sie mit dem Coronavirus infiziert waren, dann können Sie jetzt ganz einfach mit einer Antikörper-Testung zu Hause herausfinden ob es Covid-19 war oder nicht.

Was sind Antikörper?

Antikörper sind Zellen der Immunabwehr des Körpers. Wenn also Viren in den Körper gelangen, dann bildet der Körper nach einiger Zeit Antikörper aus, die dann genau zu dem jeweiligen Virus passen. Hier greift das sogenannte Schlüssel-Schloss-Prinzip. Die Antikörper sind dann meistens so gebaut, dass die den Eindringling (in unserem Fall den Virus) unschädlich machen.

Außerdem bildet der menschliche Körper ein Gedächtnis aus im Bezug auf die Immunabwehr. Also wird der Bauplan der Coronavirus-Antikörper im Gedächtnis gespeichert und kann bei Bedarf schnell wieder abgerufen werden. So entsteht dann eine Immunität. Leider ist die Frage der Immunität bei dem neuen Coronavirus noch nicht abschließend geklärt, jedoch ist es sicher, dass der Körper als Immunreaktion Antikörper ausbildet. Und genau diese Antikörper können in einem Antikörper-Test nachgewiesen werden.

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Wie funktioniert der Antikörpertest Corona?

Mit dem Einsende-Testkit wird die Blutprobe zu Hause entnommen. Sie bekommen ein komplettes Testkit nach Hause geliefert, und können ohne Infektionsrisiko die nächsten Schritte durchführen.  Die Labor-Auswertung erfolgt im akkreditierten medizinischen Fachlabor (nach DIN EN ISO 15189).

Vorteile des Coronavirus Antikörpertests von cerascreen

  • Zuverlässiger SARS-CoV-2 Antikörper Test nach der anerkannten ELISA-Methode (kein Schnelltest!*)
  • Aussagekräftige Messung des langlebigen IgG-Antikörpers, auch für den Nachweis länger zurückliegender COVID-19 Infektionen
  • Diagnose- und Ergebnissicherheit des Laborergebnisses durch Zusammenarbeit mit akkreditierten medizinischen Fachlaboren
  • Hinweis, ob Ihr Körper Antikörper auf SARS-CoV-2 entwickelt hat und eine Infektion mit dem Coronavirus vorlag
  • Testen Sie sicher und diskret zuhause
  • Ergebnis in 12-48 Stunden nach Probeneingang im Labor
  • Kein Infektionsrisiko durch den Arztbesuch oder das medizinische Personal
  • Labor- und Versandkosten inklusive
  • cerascreen ® ist zertifizierter Hersteller von Medizinprodukten ISO zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485

Wie zuverlässig ist der Selbsttest auf Corona?

Um über die Zuverlässigkeit Aussagen treffen zu können müssen wir uns erst ansehen wie ein solcher Test im Groben funktioniert. Die Blutprobe der Testperson wird mit dem Virus in Kontakt gebracht. Dabei, sofern Antikörper vorhanden sind, verbindet sich das Coronavirus mit dem Antikörper. Dies passiert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Also kann der Körper nur mit dem passenden Antikörper reagieren und damit das Virus unschädlich machen. Sind spezifische Antikörper im Blut, verbinden sich Virus und Antikörper. Das führt zu einer Reaktion, die der Test anzeigt. Im akuten Infektionsgeschehen ist so ein Test nicht aussagekräftig, da der Körper erst nach überstandener Infektion Antikörper bildet. So läuft es bei jeder viralen Infektion ab. Dabei ist zu beachten,dass es verschiedene Arten von Antikörpern gibt: die frühesten bilden sich etwa 10 bis 14 Tage nach Infektionsbeginn aus. Erst dann kann ein Test überhaupt funktionieren. Im Laufe der Zeit lernt das menschliche Immunsystem dazu und kann auch die Antikörper weiterentwickeln. Diese sind dann noch spezifischer an den angreifende Virus angepasst und die Immunreaktion ist noch genauer.

Nun zur eigentliche Klärung, ob die Antikörper-Tests bei Corona zuverlässig sind:

Hier sind die Aussagen der verschiedenen Experten sehr weit gestreut. Manchen haben große Hoffnungen in die Tests und sagen ihnen eine hohe Sensitivität und Spezifität nach. Andere meinen, es sei zu früh die Antikörper-Tests auf das Coronavirus auf den Markt zu bringen. Fakt ist jedoch, dass der Selbsttest von cerascreen nach der anerkannten ELISA-Methode arbeitet, die als weit verbreitet bei den Antikörper-Tests gilt.

Schwächen des Tests

Der cerascreen® Antikörper Test verwendet die wissenschaftlich etablierten Messverfahren* für die Antikörper-Analyse bei COVID-19. Es handelt sich um die derzeit aussagekräftigste Methode, um festzustellen, ob Sie das Coronavirus bereits im Körper hatten.

Wie die meisten medizinischen Tests hat er keine hundertprozentige Genauigkeit. In seltenen Fällen kommt es zu falsch positiven Ergebnissen (sie wurden positiv getestet, hatten das Virus aber noch nicht) oder falsch negativen Ergebnissen (sie wurden negativ getestet, hatten das Virus aber doch bereits).

Die Genauigkeit von Labortests wie dem cerascreen® Antikörper Test ist dabei aber deutlich höher als die von Schnelltests, die sofort und ohne Laboranalyse ein Ergebnis liefern. Diese Schnelltests werden in kompletten Kits nach Hause gesendet und nicht durch zugelassen Labore kontrolliert und evaluiert.

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Erhöhung der 40€ Pauschale für Pflegehilfsmittel

Ob es ein Grund zur Freude ist, müssen die pflegenden Angehörigen entscheiden. Sicher ist jedoch, dass die 40 €  Pauschale für Pflegehilfsmittel (zum Verbrauch) in Folge der Corona-Krise befristet und rückwirkend vom 01.04.2020 auf 60 € erhöht wird. Die Gesetzesänderung ist am 05.05.2020 in Kraft getreten und soll die pflegenden Angehörigen finanziell entlasten, da einige Pflegehilfsmittel in Folge der Corona-Situation deutlich teurer geworden sind. Festgelegt wurde diese und andere Änderungen in der:

COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung:

Die Verordnung soll zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Zahnärztinnen und Zahnärzte, der Heilmittelerbringer und der Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung sorgen.

Die 40€-Pauschale für Pflegehilfsmittel

Vor der Corona-Pandemie konnten pflegebedürftige Menschen für 40€ pro Monat im Sanitätshaus, der Apotheke oder Onlinehandel Pflegehilfsmittel zum Verbrauch kaufen und haben Einkäufe bis zu einem Wert von 40 € zurück erhalten. Dabei ist die Auswahl an Produkten beschränkt auf folgende Artikel:

  • Saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
    Bettschutzeinlagen (auch Bettschutzauflagen genannt) saugen Ausscheidungen des Pflegeempfängers auf um somit die Belastung durch Feuchtigkeit zu minimieren. Außerdem schützen diese die Bettwäsche, damit ein extrem häufiges Wechselintervall vermieden werden kann.
  • Schutzbekleidung/Schutzschürzen
    Einwegschürzen schützen Sie als Angehörige vor Verunreinigungen. Sie bestehen aus transparentem Kunststoff, sind wasserfest und feuchtigkeitsabweisend.
  • Einmalhandschuhe
    Einweghandschuhe erfüllen zwei wichtige Aufgaben: Zum einen schützen sie Pflegebedürftige vor Keimen und Verunreinigungen, zum anderen schützen sie alle Beteiligten aktiv vor Infektionen oder ansteckenden Krankheiten. Handschuhe sind durch ihren vielfältigen Einsatz ein wichtiger Begleiter für die Pflege, egal ob Laienpflege oder professionelle Pflege. Sie sollte den Fingerlingen, deren Kosten auch übernommen werden, vorgezogen werden.
  • Desinfektionsmittel für Hände
    Die hygienische Händedesinfektion ist der fundamentale Baustein für die Vermeidung von Infektionen und Übertragungen von Keimen. Sie sollten Händedesinfektionsmittel daher im Pflegealltag regelmäßig einsetzen. Wenn Sie weitere Informationen suchen, empfehlen wir Ihnen die Zusammenfassung des Robert-Koch-Institus zur hygienischen Händedesinfektion.
  • Desinfektionsmittel für Flächen
    Flächendesinfektionsmittel dient dazu Oberflächen nach einer möglichen Kontamination keimfrei zu bekommen. Dabei können die Oberflächen durch Wischen oder Sprühen gereinigt werden. Achten Sie bei der Anwendung auf einen ausreichenden Schutz der Haut, da manche Produkte sehr aggressiv für die eigene Haut/Schleimhaut sind.
  • Mundschutz
    Ein Mundschutz schützt sowohl Pfleger als auch Pflegebedürftige vor Krankheitserregern. Insbesondere wenn der Pflegeempfänger unter einem geschwächten Immunsystem leidet, kann es ratsam sein, dass die Pflegeperson während den pflegerischen Tätigkeiten einen Mundschutz trägt.

Die Erhöhung der Pauschale für Pflegehilfsmittel auf 60 €

Die Änderungen finden sich in der Verordnung zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Zahnärztinnen und Zahnärzte, der Heilmittelerbringer und der Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung (COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung – COVID-19-VSt-SchutzV). In Kraft getreten ist diese Verordnung am 05.05.2020. Der relevante Auszug lautet wie folgt:

§ 4

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch Aufwendungen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dürfen ab dem 1. April 2020 abweichend von § 40 Absatz 2 Satz 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch monatlich den Betrag von 60 Euro nicht übersteigen. Dieser Betrag stellt zugleich die Vergütung dar, die ein Leistungserbringer für die Versorgung eines Pflegebedürftigen mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln monatlich höchstens beanspruchen kann, ohne dass es insoweit einer Änderung der Verträge nach § 78 Absatz 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch bedarf. Die Sätze 1 und 2 sind vorbehaltlich des Fortbestehens der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nur solange an-zuwenden, wie § 150 des Elften Buches Sozialgesetzbuch auch in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 152 des Elften Buches Sozialgesetzbuch gilt. Maßgeblich für die Vergütung zur Versorgung mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln in der in Satz 1 genannten Höhe ist der Tag der Leistungserbringung und im Fall einer Kostenerstattung im Sinne von § 40 Absatz 2 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch das Kaufdatum.

Warum wird die 40€ Pauschale erhöht?

Durch die enorm gesteigerte Nachfrage nach Hygieneartikeln und Schutzausrüstung in Folge der Corona-Pandemie sind die Preise für die Endverbraucher deutlich gestiegen. Schwerpunkte sind hier bei den Handschuhen, den Schutzmasken und den Desinfektionsmitteln zu finden. Ausgelöst werden diese Preissteigerungen durch Engpässe bei der Herstellung und Bereitstellung. Nicht nur Kliniken und Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege müssen mehr finanzielle Mittel aufwenden um weiter Schutzausrüstung zu bekommen, nein auch Privatpersonen die Angehörige pflegen müssen tiefer in die Tasche greifen. Um nun diese besonders vulnerable Gruppe vor den Preissteigerungen zu schützen hat das Bundesgesundheitsministerium die Verordnung erlassen.

Aktuelle Situation bei den Anbietern von Pflegeboxen

  1. Bis heute (Stand 06.05.2020) haben die Anbieter der Pflegeboxen ihr Angebot nicht an die Erhöhung der 40€ Pauschale an die neuen 60 € Pauschale angepasst
  2. Viele Anbieter haben Probleme bei der Beschaffung von Schutzausrüstung (Mundschutz, Händedesinfektion)

Lösungsansatz: Sie können einfach die 40€ Pflegeboxen weiterhin beziehen oder Neukunde werden und die übrigen 20€  dafür verwenden die fehlenden Pflegehilfsmittel bei einem anderen Händler einzukaufen. Die zusätzlichen Beschaffung müssen Sie dann jedoch händisch mit Ihrer jeweiligen Pflegekasse abrechnen.

pflegebox.de

Der Klassiker
40,00 pro Monat
  • kostenlos bei Pflegegrad
  • Abrechnung direkt mit der Pflegekasse
  • Inkontinenzprodukte können zusätzlich bestellt werden
  • Auswahl voreingestellter Pflegeboxen
  • eigene Konfiguration der Pflegebox möglich

curendo.de

Die Alleskönner
40,00 pro Monat
  • kostenlos bei Pflegegrad
  • Abrechnung direkt mit der Pflegekasse
  • Pflegekurse vom selben Anbieter ebenfalls buchbar
  • Auswahl voreingestellter Pflegeboxen
  • eigene Konfiguration der Pflegebox möglich

insenio.de

Kooperation mit pflege.de
40,00 pro Monat
  • kostenlos bei Pflegegrad
  • Abrechnung direkt mit der Pflegekasse
  • Inkontinenzprodukte können zusätzlich bestellt werden
  • Auswahl voreingestellter Pflegeboxen
  • eigene Konfiguration der Pflegebox möglich

hysana.de

in 5 Minuten zum Ziel
40,00 pro Monat
  • kostenlos bei Pflegegrad
  • Abrechnung direkt mit der Pflegekasse
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  • Auswahl voreingestellter Pflegeboxen
  • eigene Konfiguration der Pflegebox möglich

Mehr zum Thema Pflegehilfsmittel

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Pflegehilfsmittel wünschen, möchten wir Ihnen an dieser Stelle unsere Seite Pflegehilfsmittel und Pflegeboxen ans Herz legen. Hier erhalten Sie alle Informationen zu den Themen: Inhalt, Antragstellung, Abrechnung, Vergleich und vieles mehr.

Sie haben Fragen zum Thema?

Dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht und wir setzen uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung:

Corona – Maskenrückruf schockt viele Händler

Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX hat über den Rückruf verschiedener Schutzmasken unterschiedlicher Hersteller bzw. Bezeichnungen informiert und damit bei vielen Online-Händlern für Verunsicherung gesorgt. Grund des Rückrufes sind Schutzmasken, die nicht den Anforderungen der europäischen Norm EN 149 entsprechen. Diese Norm erhalten nur Schutzmasken, die einen ausreichenden Schutz gewährleisten können. Häufig sind diese Corona-Schutzmasken von Übersee importiert worden, ohne das einen Zertifizierung oder Prüfung in der EU stattgefunden hat. Die Schutzmasken im Corona-Carepaket von carewelt.de erfüllen diese Anforderungen und sind nicht vom Rückruf betroffen.

KN95 ist nicht FFP-2

Betroffen von dem Rückruf sich hauptsächlich Masken mit der Bezeichnung KN95 oder KN90. Diese Normierung stammt aus dem asiatischen Raum und erfüllt jedoch bei manchen Produkten nicht die europäische Norm EN 149. Manche Maskentypen der Sorte KN95/90 erfüllen nicht die erforderliche Partikel- / Filterretention. Deshalb ist ein ausreichender Schutz gegen das neuartige Coronavirus durch diese Art der Schutzmasken nicht gewährleistet. Carewelt empfiehlt die Atemschutzmasken gegen das Coronavirus nicht über das Internet aus Übersee zu bestellen, sondern regionale Händler zu bevorzugen, die die nötige Zertifizierung der Schutzmasken ausweisen können. Nur so können Kunden sicher sein, ein Produkt zu erhalten, dass die europäischen Standards erfüllt.

Tipps zum Maskenkauf

  • Achten Sie darauf, dass die Masken ein „CE-Label“ aufweisen können
  • Achten Sie darauf, dass die Masken neben der Bezeichnung FFP2 oder FFP3 auch die notwendige EU-Norm EN 149:2001 aufzeigen
  • Im Zweifelsfall lassen Sie sich von einer Apotheke beraten oder kaufen Sie bei einem regionalen Händler vor Ort, der vertrauenswürdige Bezugsquellen für seine Masken nachweisen kann.

Übersicht der Rückrufe von Corona-Schutzmasken


Nummer der Meldung: A12/00617/20

Produkt:  Partikelfiltermaske

Name: Protective Mask – Respiratory Protection

Barcode:  6938457900045 – Chargennummer:  Unbekannt

Art der Warnung: Ernst – Kategorie: Schutzausrüstung

Marke: Daddy Baby – Typ/Modellnummer:  KN95/FFP2, KZ01S50B

Fälschung: NEIN

Art des Risikos: Gesundheitsrisiken/Sonstige
Die Partikel-/Filterrückhaltung des Materials ist unzureichend (Messwert ≤ 76 %).Folglich könnte eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn es nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen einhergeht./das Produkt entspricht nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstungen und der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Von Behörden angeordnete Maßnahmen (für: Importeur): Kennzeichnung des Produkts mit geeigneten Warnhinweisen zu den Risiken

Beschreibung:  Atemschutzmaske der Kategorie KN95/FFP2.

Packungsbeschreibung:  Die Ware wird in einem Pappkarton mit 50 Stück verkauft. – Ursprungsland: Volksrepublik China

Warnmeldung übermittelt von: Belgien


Nummer der Meldung: A12/00616/20

Produkt:  Partikelfiltermaske

Name: Protective Mask – Earloop Face Mask

Barcode:  6938457900007 – Chargennummer:  Unbekannt

Art der Warnung: Ernst – Kategorie: Schutzausrüstung

Marke: Daddy Baby – Typ/Modellnummer:  E-KZ01L50, FFP2

Fälschung: NEIN

Art des Risikos: Gesundheitsrisiken/Sonstige
Die Partikel-/Filterrückhaltung des Materials ist unzureichend (Messwert ≤ 49 %).Folglich könnte eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn es nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen einhergeht./das Produkt entspricht nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstungen und der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Von Behörden angeordnete Maßnahmen (für: Importeur): Kennzeichnung des Produkts mit geeigneten Warnhinweisen zu den Risiken

Beschreibung:  Atemschutzmaske der Kategorie FFP2 zum Filtern von Staub, Pollen und Bakterien.

Packungsbeschreibung:  Die Ware wird in einem Pappkarton mit 50 Stück verkauft. – Ursprungsland: Volksrepublik China

Warnmeldung übermittelt von: Belgien


Nummer der Meldung: A12/00615/20

Produkt:  Partikelfiltermaske

Name: Three Dimensional Protective Respiraor (disposable respirator)

Barcode:  Unbekannt – Chargennummer:  Unbekannt

Art der Warnung: Ernst – Kategorie: Schutzausrüstung

Marke:  – Typ/Modellnummer:  KN95

Fälschung: NEIN

Art des Risikos: Gesundheitsrisiken/Sonstige
Die Partikel-/Filterrückhaltung des Materials ist unzureichend (Messwert ≤ 86 %).Folglich könnte eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn es nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen einhergeht./das Produkt entspricht nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstungen und der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Von Behörden angeordnete Maßnahmen (für: Importeur): Kennzeichnung des Produkts mit geeigneten Warnhinweisen zu den Risiken

Beschreibung:  Atemschutzmaske der Kategorie KN95.

Packungsbeschreibung:  Das Produkt wird in einem Kunststoffbeutel mit 10 Stück verkauft.

Ursprungsland: Volksrepublik China – Warnmeldung übermittelt von: Belgien


Nummer der Meldung: A12/00614/20

Produkt:  Partikelfiltermaske

Name: Self Suction Filter Type Anti Particle Respirator

Barcode:  6972761491073 – Chargennummer:  Unbekannt

Art der Warnung: Ernst – Kategorie: Schutzausrüstung

Marke: Likelove – Typ/Modellnummer:  KN95/FFP2

Fälschung: NEIN

Art des Risikos: Gesundheitsrisiken/Sonstige
Die Partikel-/Filterrückhaltung des Materials ist unzureichend (Messwert ≤ 75 %).Folglich könnte eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn es nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen einhergeht./das Produkt entspricht nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstungen und der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Von Behörden angeordnete Maßnahmen (für: Importeur): Kennzeichnung des Produkts mit geeigneten Warnhinweisen zu den Risiken

Beschreibung:  Atemschutzmaske der Kategorie KN95/FFP2.

Packungsbeschreibung:  Die Ware wird in einem Pappkarton mit 50 Stück verkauft.

Ursprungsland: Volksrepublik China – Warnmeldung übermittelt von: Belgien

Fazit aus dem Maskenrückruf

Trauen Sie nicht allen Verkaufsquellen im Internet und schauen Sie sich Ihre potentiellen Verkäufer genau an. Ein Verweis auf die Quellen der Ware ist immer ein Faktor um Vertrauen aufbauen zu können. Außerdem achten Sie bitte darauf, ob bei den Produktbildern, das CE-Label und die EU-Norm EN149 sichtbar gemacht wird.
Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind empfehlen wir Ihnen den Kauf zu tätigen. Wenn Sie mehr über das Carewelt-Coronapaket und die darin enthaltenen Masken wissen möchten, dann klicken Sie einfach hier.
 
Quelle:https://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/alerts/?event=main.search&lng=de#searchResults

Coronavirus Selbsttest kaufen

Es ist soweit! Der erste wissenschaftlich fundierte Coronavirus Selbsttest für zu Hause steht zum Verkauf. Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485. Mit dem Coronavirus-Selbsttest können Sie sich jetzt selbst testen ohne in eine überfüllte Praxis fahren zu müssen. Das neue Angebot kommt von der Firma cerascreen® und wir haben das Angebot mal unter die Lupe genommen:

Endlich Gewissheit ob Corona-postiv durch Selbsttest

Verschaffen Sie sich bei Verdacht auf COVID-19 Klarheit, ob Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder nicht. Die Firma cerascreen® hat den ersten Coronavirus Selbsttest für die private Anwendung zu Hause entwickelt.

Einfach den Coronavirus Selbsttest online kaufen und damit sich und andere Menschen schützen und medizinisches Personal keinem Infektionsrisiko mehr aussetzen.

Wie wird der Coronavirus Selbsttest durchgeführt?

Das gute an dem COVID-19 Selbsttest ist, dass er ohne Probleme in der geschützten häuslichen Umgebung, diskret und einfach durchgeführt werden kann. Sie bekommen das Paket direkt nach Hause geschickt.

Der Abstrich erfolgt im Rachenbereich der zu testenden Person. Mit einem Abstrichtupfer entnehmen Sie selbst einen Abstrich der Schleimhaut Ihres Rachens. Für die exakte Durchführung ist dem Testpaket eine bebilderte Anleitung beigelegt. Um keine falsch-negativen Ergebnisse zu bekommen, müssen sich die Anwender jedoch strikt an die Anleitung halten, denn auch beim Selbsttest auf Corona zählt: Abstriche an der Nasenspitze oder Zunge bringen nichts. Die Anwender müssen tatsächlich mit dem Abtrichtupfer bis in den Rachen.

Ist der Corona Selbsttest durchgeführt, wird online die Abholung der Testprobe angefordert. Die Probe wird dann bei Ihnen zu Hause per DHL Express abgeholt.

Sobald ein Testergebnis des COVID-19 Selbsttests feststeht, erhält man über die mein cerascreen®-App oder sein Benutzerkonto auf der Website seinen Ergebnisbericht. Der Bericht ist ganz simpel über Smartphone, Tablet oder Computer einzusehen und kann bei Bedarf auch ausgedruckt werden.

Wie zuverlässig ist der Coronavirus Selbsttest?

Der cerascreen® Coronavirus-Test erfüllt die gesetzlichen Anforderungen eines in-Vitro Diagnostikums (IVD) für Endanwender. Mehr Informationen findest du hier. Der Coronavirus Selbsttest ist aktuell das einzige Testverfahren, welches den qualitativen Anforderungen entspricht und diese Form der Testung auf COVID-19 ermöglicht. Somit hat sich die Firma cerascreen® mit ihrem Coronavirus-Selbstest* einen absoluten Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

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Vorteile des COVID-19 Selbsttests

Der wissenschaftlich etablierte Coronavirus Selbsttest (zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485) verspricht die höchstmögliche Diagnose-und Ergebnissicherheit durch Zusammenarbeit mit deutschen akkreditierten Humandiagnostik-Fachlaboren nach „Goldstandard“ PCR-Verfahren.

Nach dem Probeeingang vergehen lediglich 24 bis 48 Stunden, dann erhalten Sie bereits Ihr Ergebnis vom Coronavirus Selbsttest. Eine Expressabholung von zu Hause und anfallende Laborkosten sind inklusive.

Die Validierung für Endanwender erfolgt durch drei Ärzte. Ein weiterer Vorteil des Coronavirus Selbsttests ist, dass es kein Infektionsrisiko durch Arztbesuche oder für das medizinische Fachpersonal in Kliniken, Arztpraxen oder Gesundheitsämter gibt.

Und Sie können sich endlich Gewissheit verschaffen, ob sich bei Ihnen tatsächlich um eine COVID-19 Infektion handelt.

Wichtige Fragen zum Coronavirus Selbsttest

Warum auf COVID-19 testen lassen?

Die COVID-19 Erkrankung wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst. Bei schweren Krankheitsfallläufen kann ist so eine lebensbedrohliche Infektion der unteren Atemwege kommen. Besonders ältere Menschen (aber auch jüngere) und solche mit Vorerkrankungen Sind davon gefährdet.

Je mehr Menschen sich infizieren, umso größer wird das Problem für unser Gesundheitssystem. Die verfügbaren Krankenhausbetten auf den Intensivstationen reichen dann nicht mehr aus, um alle Patienten versorgen zu können. Auch die Ärzte und das Pflegepersonal stoßen dann an ihre Grenzen.

Umso wichtiger ist es, dass wir alle dazu beitragen, uns und unsere liebsten und alle anderen in unserem größeren Umfeld vor einer Infektion zu schützen. Mithilfe des Coronavirus Selbsttest lässt sich die Ausbreitung von COVID-19 deutlich verlangsamen und langfristig die Zahl der Todesfälle reduzieren.

Wer sollte sich testen?

Das entschiedenste ist das Coronavirus in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung zu diagnostizieren. In der ersten Erkrankungswoche liefert der Coronavirus Selbsttest die aussagekräftigsten Ergebnisse.

Da der Zeitpunkt der Testung also extrem wichtig, ist es sinnvoll einen Test zu Hause vorrätig zu haben, um bei eventuell auftretenden Symptomen, sofort reagieren zu können. Grippeähnliche Symptome sind Fieber, trockener Husten und Atembeschwerden.

Wichtig: Sollten schwerwiegende Symptome wie Schmerzen, akute Atemnot oder hohes Fieber auftreten, wenden Sie sich umgehend an das Gesundheitsamt oder Ihre Hausärztin oder Hausarzt. In ganz schweren Fällen tätigen Sie sofort den Notruf oder melden sich beim kassenärztlichen Notdienst unter der 116 117.

Wie funktioniert der Coronavirus Selbsttest?

Im gelieferten Testkit ist ein langer Abstrichtupfer enthalten. Damit können Sie sich selbst einen Abstrich der Rachenschleimhaut entnehmen. Es ist wichtig, dass der Test korrekt durchgeführt wird, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Der Abstrichtupfer muss weit genug in den hinteren Rachenbereich geführt werden und darf keine andere Stelle wie z.B. Zunge oder Lippe berühren.

Die bebilderte Gebrauchsanleitung, die ebenfalls im Testpaket enthalten ist, führt sie Schritt für Schritt durch den Coronavirus Selbsttest. Sollten Sie trotzdem Fragen haben oder unsicher sein, können Sie sich 24 Stunden am Tag vertrauensvoll an die Gesundheitsexperten von cerascreen® wenden.

Das genutzte Messverfahren des Labors ist die so genannte Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain-reaction), kurz PCR. Mithilfe dieses Verfahrens können bereits kleinste Mengen der Erbinformation des Virus in der Abstrichprobe nachgewiesen werden.

Spätestens 3 Tage nach dem Einschicken des Coronavirus Selbsttests erhalten Sie ihr aussagekräftiges Ergebnis.

Wie aussagekräftig ist das Ergebnis des COVID-19 Selbsttests?

Der Test wird in medizinischen Labors, unter Verwendung des PCR–Messverfahrens, durchgeführt. Somit basiert der Selbsttest auf den etablierten medizinisch-wissenschaftlichen Standards zur Feststellung der Coronavirus Infektionskrankheit. Auch in deutschen Kliniken wird dieses Verfahren angewendet, welches derzeit als aussagekräftigste Messmethode gilt.

Was sagt mir das Testergebnis?

Die Auswertung des Berichts zeigt Ihnen, ob der Coronavirus Selbsttest positiv oder negativ ausgefallen ist.

Bei einem positiven Ergebnis können Sie mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie an COVID-19 erkrankt sind. Da der Test eine hohe Spezifität hat, ist bei einem positiven Ergebnis eine Infektion mit dem Coronavirus sehr sicher.

Leider besteht auch die Möglichkeit, wie bei vielen medizinischen Tests, dass es zu einem falsch negativen Testergebnis kommt. Das bedeutet, dass sie mit COVID-19 infiziert sind, aber der Coronavirus Selbsttest negativ ausfällt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) kann es dafür verschiedene Gründe geben:

  • Testdurchführung: ist der Selbsttest nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kann es sein, dass der entnommene Abstrich nicht von der Schleimhaut des Rachens stammt. Somit können keine vorhandenen Coronaviren nachgewiesen werden.
  • Zeitpunkt: Im Rachenraum ist der SARS-CoV-2 vor allem in der ersten Erkrankungswoche nachweisbar. In der zweiten Erkrankungswoche sind bei einigen Fällen die Viren in die unteren Atemwege (z.B. Lunge) gewandert. Im Rachenbereich befinden sich dann nur noch wenige oder keine Viren mehr. Dann sind die Viren durch den Abstrich von der Rachenschleimhaut unter Umständen nicht mehr nachzuweisen. Deshalb zögern Sie nicht rechtzeitig einen Coronavirus Selbsttest durchzuführen.

Was tun, wenn das Ergebnis positiv ausfällt?

Bei positiven Testergebnis sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu befolgen.

Es wird empfohlen sich umgehend bei der Stelle zu melden, die für ihre Region bzgl. Verwaltung der Coronavirus–Fälle zuständig ist. In der Regel ihr örtliches Gesundheitsamt. Natürlich können Sie aber auch vor ab ihre Hausärztin oder ihrem Hausarzt anrufen.

Da es sich bei dem Coronavirus um eine meldepflichtige Infektionskrankheit handelt, ist das Fachlabor dazu verpflichtet ein positives Testergebnis an das örtliche Gesundheitsamt zu melden.

Die Ärztinnen und Ärzte sowie die Behörden vor Ort entscheiden dann, ob ein Arztbesuch notwendig ist oder sie sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Während der Quarantäne sollten Sie weiterhin in engem Kontakt mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt bleiben, um ihre Symptome besprechen zu können.

Was tun, wenn das Ergebnis negativ ist?

Die Empfehlungen bei einem negativen Test Ergebnis hängen von ihren individuellen Symptomen ab. Treten keine spezifischen Symptome auf, können Sie davon ausgehen, dass sie sich vermutlich nicht mit COVID-19 infiziert haben. Dennoch bitten wir Sie sich an die in Ihrem Bundesland vorgeschriebenen Regeln die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote zu halten.

Treten trotz negativen Testergebnis verdächtige Symptome wie Fieber oder trockener Husten auf, bietet es sich an, vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne zu bleiben. So können Sie niemanden anstecken, falls der Test falsch negativ war.

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institut es sind in diesem Fall eindeutig: Liegt ein begründeter Verdacht vor, trotz eines negativen Testergebnisses, sollte auf jeden Fall ein weiterer Test durchgeführt werden.

Sind Sie sich unsicher oder verschlimmern sich womöglich ihre Symptome, rufen Sie bitte ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt bzw. bei den örtlichen Gesundheitsbehörden an.

Gibt es eine Corona Virus-Hotline?

Haben Sie dringende Fragen zum Thema Coronavirus bitten wir Sie ihren Hausarzt oder die Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes mit der Nummer 116 117 zu kontaktieren. Wenn sie unter verdächtigen, aber nicht lebensbedrohlich und Symptomen wie hohes Fieber oder Kurzatmigkeit leiden, können Sie diese Nummer ohne weiteres anrufen.

Im Notfall (z.B Akute Atemnot) wählen Sie bitte sofort den Notruf unter 112.

Werden die Kosten von Krankenkassen oder Krankenversicherung übernommen?

Leider werden die Kosten für den Coronavirus Selbsttest derzeit von den Krankenkassen (gesetzlichen Krankenversicherungen) nicht übernommen.

Allerdings könnte es sein, dass einige private Krankenversicherungen die Kosten tragen. Sind sie privat versichert, fragen Sie am besten bei ihrer Krankenversicherung nach.

 

Sie können aber mit dem Gutscheincode „carewelt15“ einen Rabatt von 15% auf den Preis für den Coronavirus-Selbsttest bekommen! hier klicken

Was bedeutet SARS-CoV-2 und COVID-19?

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um die wissenschaftliche Bezeichnung für das neuartige Coronavirus. Die Abkürzung SARS-CoV-2 steht für Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (Schwerwiegendesakutes Atemwegs – Syndrom Coronavirus 2).

Mit COVID-19 wird die Erkrankung, die das Virus auslöst, bezeichnet. Es ist das Kürzel für Coronavirus-Disease-2019 (Coronavirus–Erkrankung–2019). Die Jahreszahl bezieht sich dabei auf den ersten Ausbruch der Erkrankung in China im Dezember 2019.

Das Coronavirus kann Menschen in allen Altersklassen treffen. Kinder unter 15 Jahren sind eher seltener betroffen. Auch bei Säuglingen kam die Erkrankung bereits vor.

Schwere und potenziell gefährliche Krankheitsverläufe sind vor allem bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (z.B Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lungenkrankheiten, Asthma) zu beobachten. Unter Umständen auch bei Rauchern.

Was sind die Symptome von Coronavirus?

Studien aus China, wo das Virus zuerst ausbrach, haben gezeigt, dass bei rund 80 % der Betroffenen es zu melden oder moderaten Verläufen kam. In diesen Fällen ist unter anderem (meist trockener) Husten, Fieber und manchmal auch Schnupfen aufgetreten. Auch leichte Lungenentzündungen wurden diagnostiziert.

Viele Betroffene zeigen auch keinerlei Symptome, sind aber trotzdem Überträger bzw. ansteckend. Hier spricht man von der so genannten stummen Infektion.

Aktuelle Daten weisen auch darauf hin, dass der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn ein Symptom für das Coronavirus sein kann.

Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu einer schweren Lungenentzündung (Neumond nie) mit Atembeschwerden und Atemnot. Das kann bis zu lebensbedrohlichen Lungen- und Organversagen führen.

Weitere Symptome, die jedoch seltener auftraten, sind laut dem Robert Koch Institut:

  • Halsschmerzen sowie Kopf und Gliederschmerzen,
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall
  • Hautausschläge
  • Bindehautentzündung

Handelt es sich bei dem Coronavirus Selbsttest um einen Antikörpertest?

Nein. Bei dem Test handelt es sich um einen PCR–Test. Also ein Rachenabstrichtest, der es ermöglicht eine akute Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 nachzuweisen.

Ein Antikörper Test stellt lediglich Antikörper fest, die das Immunsystem gegen das Virus gebildet hat. In der Regel lassen sich diese Antikörper erst feststellen, wenn die Krankheit auskuriert ist und keinerlei Symptome mehr auftreten. Diese Testart wird eingesetzt, um herauszufinden, ob jemand bereits erkrankt war.

Einen Antikörper-Test wird es jedenfalls auch bald bei carescreen geben!

Wo finde ich aktuelle Information zur Coronavirus-Pandemie?

Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie können Sie aus den allgemeinen verfügbaren Berichterstattungen (Tageszeitung, Radio, TV, online) entnehmen. Ebenfalls steht Ihnen die Website des Robert-Koch-Institut umfänglich zur Verfügung. Zudem stellt das Bundesministerium für Gesundheit ausführliche Informationen zur Verfügung.

Wer ist für den Coronavirus Selbsttest geeignet?

Achtung! Der Coronavirus Selbsttest ist nur für bestimmte Personengruppen nicht oder nur eingeschränkt geeignet:

  • Kinder unter 18 Jahren dürfen den Test nicht alleine durchführen. Außerdem sollte das Testpaket außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
  • Menschen mit motorischen Einschränkungen sollten den Abstrich nicht selbst vornehmen. Bitte lassen Sie sich in diesem Fall von einer weiteren Person helfen, die sich dabei mit Mundschutz und Einweghandschuhen selbst schützt.
 

Anleitung zur korrekten Probenentnahme

Online-Ratgeber: Coronavirus Schutzmaßnahmen

Es sind schwierige Zeiten aktuell mit einigen neuen und ungewohnten Regeln und Anweisungen, denen wir alle folgen sollten, damit die Coronavirus-Pandemie sich nicht zu schnell ausbreitet. Das haben wir als Gesellschaft in den letzten Wochen hervorragend gemeistert. Doch nun stehen uns die ersten Lockerungen ins Haus und es stellen sich viele Fragen – Muss ich jetzt einen Mundschutz tragen? Wie muss ich meinen Eltern beim Besuch schützen? und viele mehr…

Um diese Fragen beantworten zu können haben wir für Euch diesen Online-Ratgeber geschrieben. Darüber hinaus vertreiben wir ganz aktuell, zusammen mit der Ludwigsapotheke Friedberg, die Corona-Carepakete. Diese helfen Dir die folgenden Punkte und Ratschläge tatsächlich in der Praxis umsetzen zu können.

Unterschied Eigen- und Fremdschutz beim Coronavirus

Da man als Gesellschaft in einer Notsituation niemals nur an sich selbst denken darf stimmt unser Titel „Selbstschutz“ nicht ganz. Denn natürlich will man erst sich selbst vor dem Coronavirus, und der damit verbundenen Krankheit Covid-19 schützen, aber genauso sollte man ein Auge auf seine Umwelt werfen. Nur wenn wir auf uns und unsere persönliches Umfeld aufpassen können wir die Ausbreitung so ausbremsen, dass das Gesundheitssystem weiterhin alle Menschen versorgen kann, welche Hilfe benötigen.

Fremdschutz beim Coronavirus

Einige Grundregeln gelten sowohl für den Eigenschutz, als auch für den Fremdschutz. Deshalb haben wir für Euch das kostenlosen Info-Sheet entwickelt, mit Informationen aus der WHO, dem Robert-Koch-Instituts und dem Bundesgesundheitsministeriums.

eigene Grafik entworfen mit canva.com

Zu den generellen Verhaltensgeboten in der Coronakrise, kommen noch einige Empfehlungen dazu, die Eure Mitmenschen vor einer Infektion schützen können:

  1. Berührt nur so wenig Oberflächen wie nötig und möglich
  2. Tragt in geschlossenen Räumen wenn möglich eine Atemschutzmaske (Mund-Nasen-Schutz oder FFP2 ohne Luftpartikelfilter)
  3. Bei Krankheitsanzeichen weiterhin zu Hause bleiben und gegebenenfalls einen Test machen
  4. Händeschütteln verweigern und dafür lieber ein schönes Lächeln schenken
  5. Treppe anstatt Aufzug – Wenn es möglich ist – Denkt an die Alten und Kranken

Eigenschutz beim Coronavirus

Auch hier gelten wieder alle Regeln, die auf dem oben abgebildeten Informationsblatt zu sehen sind. Dieses könnt Ihr euch übrigens gerne hier herunterladen.

Als wirksames Mittel zum Eigenschutz gelten nun doch, wenn auch nach einiger Verwirrung, die Atemschutzmasken des Typs FFP2. Diese Atemschutzmasken kann man im Corona-Carepaket Family erhalten und bei Bedarf in der Ludwigsapotheke Friedberg nachbestellen.

Aber warum schützen mich FFP2-Masken?

Die FFP2-Masken verfügen über eine feinporige Filterung. Dadurch werden kleinste Partikel, wie auch Viren aus der Luft gefiltert. Außerdem haben die FFP2-Masken eine bessere Anpassungsfähigkeit an die Gesichtsform. Durch Bügel an der Nase, manchmal auch am Halsstück, kann ein passgenauer Tragekomfort hergestellt werden. Auch die Form ist so konstruiert, dass die Seitenteile fast komplett bündig mit den Wangen sind. Dadurch wird weniger Luft aus sogenannten Leckagen eingeatmet. Leckagen sind „Löcher“ in einem sonst geschlossenem System.

Wo liegt der Unterschied zur „Community-Maske“

Die Community-Masken schützen auch. Aber eben mehr andere Menschen als Dich selbst. Jedoch stimmt das nicht ganz. Jedes mal wenn Du eine Community-Maske in der Öffentlichkeit trägst, hilfst du, dass das Maskentragen als „normal“ wahrgenommen wird. Denn, falls irgendwann jeder einen einfachen Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit trägt, dann kann die Menge an ausgestoßenen Coronaviren nachweislich gesenkt werden. Wenn Dein Gegenüber jedoch keine Maske trägt, was die verschiedensten nachvollziehbaren Ursachen haben kann, und du nur einen simplen Mund-Nasen-Schutz auf hast, dann bist Du nicht so gut geschützt, wie beim Tragen einer FFP2-Maske. Der Grund sind die oben erwähnten Leckagen und die geringer Filtereigenschaft.

Weshalb Hände desinfizieren so wichtig ist

Die Hände sich unser am meisten benutztes Werkzeug. Wir benutzen sie bei fast jeder Tätigkeit und setzen sie damit vielen Einflussfaktoren aus. Das ist normalerweise kein Problem. Doch problematisch wird es, wenn die Hände dabei gefährliche Verschmutzungen aufnehmen, wie zum Beispiel das neuartige Corona-Virus. Das wir uns mit den Händen in unser Gesicht fassen ist fast nicht zu 100% vermeidbar. Sei es der kleine Krümel Schlafsand im Auge oder eine juckendes Haar im Bart – Wir benutzen unsere Hände auch im Gesicht. Dabei können die Coronoviren in den Körper gelangen. Dies geschieht über die Schleimhäute des Mundes, der Nase und der Augen.

Durch eine hygienische Händedesinfektion kann die Virenlast auf den Händen so stak gesenkt werden, dass durch unbewusste oder bewusste Berührungen des Gesichtes das Einschleppen in den Körper verhindert werden kann. Also ein wirksamer und leicht umsetzbarer Eigenschutz vor dem neuen Coronavirus. Denn eine kleine Flasche Händesdesinfektionsmittel kann man immer in der Handtasche oder Hosentasche transportieren. Ein komplettes Waschbecken hingegen passt in keine Hosentasche der Welt.

Handschuhe und Desinfektionsmittel

Eines vorneweg: Handschuhe bieten keinen 100% Schutz, dass keine Coronaviren auf die Haut gelangen – Denn: Handschuhe unterliegen auch Schwankungen in der Herstellungsqualität. Es können kleine nicht sichtbare Risse oder Löcher vorliegen, die dann ein Eintreten von Viren unter den Handschuh ermöglichen.

Deshalb die erste Regel bei der Benutzung von Nitril oder Latex-Handschuhen:

  • Nach dem Ablegen der Handschuhe muss eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden

Was wir in den letzten Tagen vermehrt beobachten konnten, sind Menschen die mit Handschuhen zum Einkaufen gehen oder den Bus benutzen. Ein wirklich schwieriges Thema, da dort die Grenze zwischen dem Eigenschutz und dem Fremdschutz verschwimmt oder gar nicht mehr sichtbar wird. Warum ist das so ?

Wenn ich einen Artikel im Supermarkt anfasse und dort Tröpfchen eines infektiösen Menschen abgelagert sind, nehme ich diese auf. Egal ob mit oder ohne Handschuhen. Entscheidend ist jetzt was mit den Tröpfchen geschieht. An dieser Stelle kommt ein psychisches Phänomen zum Tragen. Denn wir nehmen den Hygieneartikel „Handschuh“ als etwas schmutziges wahr. Deshalb neigen viele Menschen dazu, sich mit solchen Handschuhen weniger in das eigene Gesicht zu fassen.

Kontraproduktives Verhalten kann resultieren

Die Kehrseite der Medaille wiegt leider genauso schwer, wie die Vorteile. Einige Menschen denken, dass Handschuhe nach einer Desinfektion sauber sind und weiter als zusätzlicher Schutzfilm für die eigene Haut wirken. Das ist in der Fachwelt sehr umstritten. Tests haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass medizinische Handschuhe nach einer Desinfektion mit Händedesinfektionsmittel porös werden. Zudem werden Handschuhe oft „schlampiger“ desinfiziert als die eigenen Hände, was eine zusätzliche Gefährdung der Mitmenschen in der Umgebung darstellt. Schmutzige Handschuhe, zum Beispiel nach dem Nase putzen, verteilen genau so gut die Coronaviren auf Oberflächen als schlecht gewaschene oder desinfizierte Hände.

Die Haut intakt halten

Es gibt so viele unzählige verschiedene Händedesinfektionsmittel auf dem Markt. Das paradoxe ist, dass durch die aktuell hohe Nachfrage die Anzahl sogar gestiegen ist. So dürfen, Stand heute, auch Apotheken selber Desinfektionsmittel herstellen. Diese professionell hergestellten Mittel eigenen sich besser als Hausrezepte, da sie unter strengen Qualitätsansprüchen hergestellt und gemischt werden. Dennoch haben fast alle Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis einen kleinen Nachteil. Sie trocknen die Haut aus. Und eine trockene Haut neigt dazu einzureißen. Daher ist es wichtig regelmäßig die Hände mit einer Handcreme rückzufetten. Aus dem Grund findest Du in unserem Corona-Carepaketen eine Tube mit Handcreme auf der Basis von Argan-Öl. Das ist relativ geruchsneutral und daher sehr gut für Männer und Frauen geeignet.

Fazit zum Schutz vor dem Coronavirus

So herausfordernd die aktuelle Zeit auch sein mag. Es gibt einige Möglichkeiten sich selbst und andere zu schützen. Und das ganze ohne Wucher-Preise mit dem Corona-Carepaket. Wir haben hier mit der Ludwigs-Apotheke Friedberg ein Paket konzipiert, dass die einfachen und wirksamen Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus bündelt. Aktuell steht das Angebot allen Menschen zur Verfügung, die aus Friedberg kommen oder bereit sind für die Abholung nach Friedberg zu fahren.

 

Bleibt gesund!

Sanofi & GSK – Impfstoff-Kooperation zur Bekämpfung von COVID-19

Sanofi und GSK (GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG) werden ihre innovativen Technologien kombinieren, um einen adjuvantierten Impfstoff gegen das COVID-19 Virus zu entwickeln. Allerdings wird ein Impfstoffkandidat voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 in klinischer Erprobung und in der zweiten Jahreshälfte 2021 verfügbar sein, wenn die Testung erfolgreich verläuft.

Zur Impfstoffherstellung wird Sanofia das S-Protein des neuen Coronavirus SARS-CoV-2, welches mittels rekombinanter DNA-Technologie hergestellt wird, beisteuern. Mit Hilfe dieser Technologie kann die exakte genetische Kopie der Virus-Oberflächen-Proteine erstellt und als DNA-Sequenz in eine Baculovirus-Expressionsplattform integriert werden, welche dann das Antigen produziert. Diese Expressionsplattform bildet auch die Grundlage für Sanofis zugelassenen rekombinanten Influenza-Impfstoff in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Eine bewährte Pandemie-Adjuvans-Technologie wird die GSK in die Kooperation mit einbringen. In einer Pandemiesituation kann der Einsatz eines Adjuvans von großer Bedeutung sein. Das liegt daran, dass dadurch die Menge des pro Dosis erforderlichen Impfproteins verringert werden kann. Somit können einerseits mehr Impfstoffdosen produziert werden und andererseits wird zum Schutz von mehr Menschen beigetragen.

Paul Hudson, CEO von Sanofi: „Angesichts dieser noch nie da gewesenen globalen Gesundheitskrise ist klar, dass kein Unternehmen im Alleingang handeln kann. Aus diesem Grund ergänzt Sanofi weiterhin sein Fachwissen und seine Ressourcen mit Mitstreitern, wie GSK, mit dem Ziel, ausreichende Mengen an Impfstoff herzustellen und zu liefern, die helfen, dieses Virus zu stoppen.“

Quelle: Pixabay

Auch Emma Walmsley, CEO von GSK äußerte sich dazu: „Diese Zusammenarbeit bringt zwei der weltweit größten Impfstoffunternehmen zusammen. Durch die Kombination unserer wissenschaftlichen Expertise und unserer Technologien gehen wir davon aus, dass wir die weltweiten Anstrengungen einen Impfstoff zu entwickeln beschleunigen können, um so viele Menschen so schnell wie möglich vor COVID-19 zu schützen.“

In der heutigen Zeit ist die Kombination eines Antigens auf Proteinbasis zusammen mit einem Adjuvans gut etabliert und wird in einer Reihe der gegenwärtig verfügbaren Impfstoffe verwendet. Durch die Hinzugabe eines Adjuvans bei Impfstoffen kann die Immunantwort verstärkt werden. Es hat sich bereits gezeigt, dass durch Adjuvantien Eine stärkere und länger anhaltende Immunität gegen Infektionen erzeugt werden kann. Außerdem steigt so die Wahrscheinlichkeit einen wirksamen Impfstoff entwickeln zu können.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 planen die Unternehmen mit den klinischen Studien der Phase 1 zu beginnen. Lässt sich hier ein Erfolg beobachten, könnte die Entwicklung bis zur Verfügbarkeit des Impfstoffs in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen sein.

Wie bereits vor von Sanofi angekündigt, wird die Entwicklung des rekombinanten Impfstoffkandidatens gegen das Coronavirus durch finanzielle Mittel und eine Zusammenarbeit mit der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) in den USA subventioniert. Des Weiteren haben die Unternehmen vor, Gespräche über Finanzierungsunterstützungen mit anderen Regierungen und globalen Institutionen zu führen, wobei der globale Zugang erste Priorität hat.

BARDA Director, Rick A. Bright, Ph.D.: „Strategische Allianzen der führenden Impfstoffhersteller sind entscheidend, um einen Impfstoff gegen das Coronavirus so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Die Entwicklung eines adjuvantierten Impfstoffkandidaten gegen COVID-19 könnte eine geringere benötigte Impfstoff-Menge pro Dosis und somit Impfstoff für mehr Menschen bedeuten. Außerdem könnte es der Weltgemeinschaft helfen, besser auf zukünftige Coronavirus-Ausbrüche vorbereitet zu sein und diese vielleicht sogar zu verhindern.“

Zu Beginn hatten die Unternehmen eine Task Force eingerichtet, um Ressourcen beider Unternehmen zu mobilisieren und somit alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Entwicklung des Impfstoffs voranzutreiben.

Angesichts der aktuellen Situation und der außerordentlichen humanitären und finanziellen Herausforderung der Pandemie haben beide Unternehmen die Priorität auf den weltweiten Zugang von COVID-19 Impfstoffen gesetzt. Ziel sei es jeden Impfstoff, der im Rahmen dieser Zusammenarbeit entwickelt wird, für die Gesellschaft verfügbar zu machen und Mechanismen zu schaffen, die einen fairen Zugang für Menschen in allen Ländern ermöglichen.

Die Kooperation der beiden Unternehmen ist ein Meilenstein in den andauernden Bemühungen von Sanofi und GSK zur Bekämpfung des Coronavirus. Es wurde ein Abkommen (Material Transfer Agreement) unterzeichnet, damit sofort mit der Entwicklung begonnen werden kann. Die vollständigen Bedingungen der Zusammenarbeit werden in den nächsten Wochen finalisiert.

Corona-Bonus für Pflegekräfte in Bayern

Update vom 09.04.2020 16:48:

Nach Anfrage beim Landesamt für Pflege in Bayern wurde uns versichert, dass nach den Osterfeiertagen an einer elektronischen Beantragung des Corona-Bonus für Pflegekräfte und Rettungsdienste in Bayern gearbeitet wird. Die schriftlichen Anträge werden trotzdem bearbeitet.


Melanie Huml hat den Corona-Bonus Bayern für Pflegekräfte konkretisiert. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Nun sind nicht nur Pflegekräfte Begünstigte, sondern auch Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst. Informationen zum Corona-Bonus Bayern für Pflegekräfte und Rettungsdienst haben wir für Euch hier zusammengeführt. Außerdem haben wir ein Vorlage für die Antragstellung entworfen, die wir Euch kostenlos zur Verfügung stellen möchten.

Antrag auf Corona-Bonus für Pflegekräfte in Bayern

Die bayerische Landesregierung hat ihr Wort gehalten. Der Bonus für Pflegekräfte in der Corona-Pandemie wird kommen und kommt auch schon. Wie in der Pressemitteilung erwähnt, hat Ministerin Huml das Landesamt für Pflege als zentrale Stelle für den Corona-Bonus ausgewählt. Anträge sollen dort ab heute gestellt werden. Jedoch fehlt auf den Webseiten des Landesamtes und des Ministeriums eine solche Vorlage für den Antrag.

Viele Pflegekräfte sind davon ausgegangen, dass der Bonus über die jeweiligen Arbeitgeber ausgegeben wird. Auch wir haben damit gerechnet als die ersten Äußerungen zu dem Thema veröffentlicht wurden. Nun ist jedoch klar, dass jede Pflegekraft in Bayern den Corona-Bonus selbst beantragen muss, wer ihn denn will. Leider ist zum aktuellen Zeitpunkt unsere Anfrage beim Landesamt für Pflege noch nicht beantwortet worden, weshalb wird nur spekulieren können, welche Dokumente für die Bewilligung des Corona-Bonus Bayern für Pflegekräfte nötig sind.

Denkbar sind folgende Dokumente, die dem Antrag beigelegt werden sollten/müssen:

  • Nachweis über die Tätigkeit bei einem Arbeitgeber in der Pflegebranche oder
  • Nachweis über die Tätigkeit im Rettungsdienst.
  • Nachweis über die wöchentliche Arbeitszeit, da sich daran die Höhe des Bonus bemisst
  • Berufsurkunde
  • Kopie Personalausweis

Aktuell gibt es beim Landesamt für Pflege kein Antragsformular für den Corona-Bonus. Deshalb haben wir von Carewelt eine Vorlage* zur Beantragung erstellt und wollen diese Euch kostenlos zur Verfügung stellen. Die Vorlage erhaltet Ihr per Mail, nach der Registrierung für unseren Newsletter (1 mal pro Monat), im pdf-Format (ausfüllbar).

Antragsvorlage für den bayerischen Corona-Bonus

Dieser Umstand hat uns von Carewelt dazu bewogen, dass wir Euch einen Vorlage für den Antrag entwickelt haben. Der Corona-Bonus für Pflegekräfte in Bayern wird nämlich nicht automatisch durch den Arbeitgeber ausbezahlt, sondern muss durch die jeweilige Pflegekraft/Rettungssanitäter einzeln beantragt werden. Die Carewelt-Vorlage für den Antrag des Corona-Bonus könnt Ihr ganz einfach per Mail bekommen, wenn Ihr euch für unseren Newsletter anmeldet.

Newsletter-Anmeldung

Die Vorlage die Ihr dann erhaltet ist im pdf-Format gehalten. Der Vorteil daran ist, dass der Antrag für den Corona-Bonus Pflege schon vorausgefüllt ist und Ihr nur noch Eure privaten Informationen einfügen müsst. Dafür das Dokument einfach mit einem pdf-Reader öffnen und die jeweiligen Textfelder ausfüllen.

Pressemitteilung Melanie Huml zum Corona-Bonus in Bayern

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstag den neuen Corona-Bonus im Gesundheits- und Pflegebereich erläutert. Huml betonte in München: „Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte stehen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. Daher freue ich mich sehr, dass wir heute im bayerischen Kabinett als Zeichen der Anerkennung dieses außergewöhnlichen Engagements den neuen Bonus in Höhe von 500 Euro beschlossen haben.“

Diese einmalige finanzielle Zuwendung bekommen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Notfallsanitäter und Rettungsassistenten. Wer regelmäßig mehr als 25 Stunden pro Woche arbeitet, erhält 500 Euro. Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Die Ministerin fügte hinzu: „Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann einen Antrag beim Landesamt für Pflege stellen. Benötigt wird lediglich eine Bestätigung des Arbeitgebers. Nach aktuellem Stand soll die Prämie unabhängig von derzeit auf Bundesebene diskutierten Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro gewährt werden.“

Huml unterstrich: „Ein Hauptschwerpunkt der Staatsregierung liegt zudem in der Besorgung von Schutzmaterial und Desinfektionsmitteln. Klar ist: Der Bedarf an Schutzausrüstung jeglicher Art wird weiter steigen. Alle Beteiligten arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, weiteres Material zu beschaffen.“

(Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/presse/huml-corona-bonus-ist-zeichen-der-anerkennung-fuer-pflege-und-rettungskraefte-bayerns/ )

 

*Wir übernehmen keine Haftung, dass das von uns entworfene und verwendete Formular eine Genehmigung des Bonus ermöglicht. Es handelt sich hierbei nur um eine Vorlage zur Antragstellung. Die Prüfung des Antrages obliegt dem Landesamt für Pflege in Bayern.

Die Verzweiflung des Armin Laschet

Das ist Pandemie-Diktatur

Michael M.


Zwangsarbeit geht mal garnicht

Daniel M.

Der Gesetzesentwurf aus der CDU-Fraktion in Nordrhein-Westfalen stößt in den sogenannten sozialen Medien auf eine große Mauer der Empörung. Gerade die Pflegekräfte in Facebook und Co. lassen ihrem Ärger freien Lauf. Und das ganze ist sehr nachvollziehbar. Das Gesetz zur konsequenten und solidarischen Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Nordrhein-Westfalen und zur Anpassung des Landesrechts im Hinblick auf die Auswirkungen einer Pandemie hat so manche Spitze dabei, die das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Auch wenn die Gesetzgebung noch nicht abgeschlossen ist und die Opposition Nachbesserungen verlangen sollte, ist der Entwurf ein Schaufenster in Armin Laschets Seelenleben.

Kanzlerkandidatur vs. Grundrechte

Noch bevor die Coronasituation in Deutschland das öffentliche und politische Leben vollends verändert hatte, hatte Armin Laschet mit seinem kongenialen Partner Jens Spahn seinen Hut in das Wettrennen um den CDU-Vorsitz geworfen. Das Fernziel Laschets war klar. Er wollte raus aus NRW und rein ins Kanzleramt. Doch in der aktuellen Krise machen andere eine bessere Figur. Die Bundeskanzlerin hat sich zwar verspätet aber dafür mir dem angemessenen Deutlichkeit an die deutsche Bevölkerung gewandt. Markus Söder (CSU), der Ministerpräsident von Bayern, ist bis jetzt sehr staatsmännisch mit der Coronasituation umgegangen und konnte trotz der steigenden Zahlen in Bayern eine Hysterie und Panik vermeiden. Seine ruhige, deutliche und besonnene Art kommt gut bei den Bürgerinnen und Bürgern in Bayern an.

Und nun der deutlich über das Ziel schießende Gesetzesentwurf des Armin Laschets und seiner Landesregierung. Was hat Armin Laschet zu diesem Schritt geritten?

Entweder hat er sich die Taktik des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn zu eigen gemacht: Erstmal über das Ziel hinaus schießen. Dann die öffentliche Kritik einstecken um zu schauen wie weit man gehen kann. Um dann letztendlich ein Ergebnis vorweisen zu können, das nah dran ist an der Grenze des Vertretbaren, aber dennoch im parlamentarischen Prozess eine Chance hat.

Oder:

Es ist die pure Verzweiflung. Aber nicht die Verzweiflung gegenüber der Coronasituation, sondern die Angst vor dem Machtverlust. Die Angst eine potentielle Kanzlerschaft schon jetzt abschreiben zu müssen.

In beiden Szenarien macht er eine unglückliche Figur. Egal, ob mit schlecht sitzendem Mund-Nasen-Schutz oder ohne.

Konkurrenz aus der anderen Hälfte der Union

Markus Söder. Ministerpräsident aus Bayern. CSU. Er zeigt seinen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern wie man mit so einer herausfordernden Situation umgehen kann. Natürlich spricht auch er von einer Blaupause und das niemand etwas Vergleichbares schon erlebt habe. Aber seine Handlungen, seine Äußerungen und die Entscheidungen der bayerischen Landesregierung wirken besonnen, verhältnismäßig und rational.

Er wirkt bei seinen Auftritten vor der Kamera immer sehr fokussiert, auch wenn man ihm in jüngerer Zeit die Belastungen der letzten Wochen ansehen kann. Zusätzlich zu seiner eigenen Person holt er sich in regelmäßigen Abständen Mitglieder der Bundesregierung zur Seite um den bayerischen Belangen auf Bundesebene Gehör zu verschaffen. Ein kluger Zug, der ihm in der bayerischen Bevölkerung Ansehen und Respekt verschafft.

Zudem macht er aus der Bewältigung keine One-Man-Show, sondern er stellt den Mehrwert einer handlungsfähigen Regierung in den Vordergrund. So wird er fast immer von seinen Ministern Hermann (CSU) und Aiwanger (FW) und der Ministerin Huml (CSU) flankiert. Und die stehen dann nicht nur zur Dekoration neben dem großen Ministerpräsidenten Söder, nein, sie reden aus ihren jeweiligen Ressorts und lassen keine Möglichkeit aus die Zusammenarbeit mit dem Ministerpräsidenten und dem Bund zu loben. – Das Lob an die Bund ist natürlich auch ein Lob an ihren Chef, da der ja ständig mit Scholz, Altmeier und Co. telefoniert.

Nachdem ich die Protagonisten Laschet (&Spahn) und Markus Söder nun ein paar Wochen beobachtet habe, stellen sich mir drei Fragen:

  1. Söder kann den Belangen und Interessen des Freistaats Bayern auf Bundesebene Gehör verschaffen. Könnte er in Zukunft Deutschland auf der europäischen und weltweiten Ebene die selbe Aufmerksamkeit erarbeiten?
  2. Jens Spahn hat sich öffentlich hinter die Kandidatur von Armin Laschet gestellt. Wird er sich bei einer erkennbaren Tendenz zu Söder, von Laschet abwenden und wie das Fähnchen im Wind nach der Macht tanzen?
  3. Wann wird Armin Laschet seine Kandidatur für den Parteivorsitz zurückziehen?